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Ausbau der Johannistalstraße in Leisnig startet im August

Die Huckelpiste auf der verkehrsreichen Straße hat es die längste Zeit gegeben. Und Leisnig hat sogar noch mehr vor.

Endlich geht es los mit dem Bau der Johannistalstraße. Die Stadträte haben die Bauarbeiten jetzt vergeben.
Endlich geht es los mit dem Bau der Johannistalstraße. Die Stadträte haben die Bauarbeiten jetzt vergeben. © Norbert Millauer

Leisnig. Wer kann, der macht zurzeit um die Johannistalstraße in Leisnig einen großen Bogen. Die Straße ist in so schlechtem Zustand, dass es schon eine Kunst ist, den Löchern und Huckeln auszuweichen. Immer mehr Pflasterflächen kommen unter dem Asphalt hervor, der vor vielen Jahren einfach über das Pflaster aufgebracht worden ist. Das soll sich nun bald ändern.

Leisnigs Stadträte haben in ihrer jüngsten Sitzung die Bauarbeiten einstimmig an die Firma Andrä Straßen- und Wegebau aus Leisnig vergeben. Das Unternehmen gab mit etwas mehr als 660.000 Euro „das annehmbarste Angebot ab“, wie es Bauamtsleiter Thomas Schröder formulierte.

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Damit liegt das Angebot sogar noch unter der Fördermittelhöhe, die die Stadt aus dem „Programm zur Verbesserung der wirtschaftsnahen Infrastruktur“ vom Freistaat erhält. Dort stehen insgesamt 672.000 Euro an Finanzhilfen auf dem Fördermittelbescheid. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf 118.500 Euro.

Geld aus der Einstandspflicht

Geld bekommt die Kommune für den Ausbau der Johannistalstraße außerdem aus der sogenannten Einstandspflicht vom Freistaat Sachsen. Denn das Land hatte Mitte 2019 das Umgehungsstraßenstück zwischen Gewerbegebiet und Thielebrücke in einem relativ guten Zustand übernommen dafür aber die äußerst desolate Johannistalstraße an die Stadt Leisnig übergeben.

Aus der Einstandspflicht erhält die Kommune noch weitere knapp 255.000 Euro. Dieser Betrag sei zuletzt sogar noch einmal erhöht worden, so Schröder.

Mitte August soll es mit den Bauarbeiten nun endlich losgehen, und zwar auf einem Teilabschnitt von zunächst rund 650 Metern Länge. Beginnend am Olbrichtplatz erfolgt auf rund 50 Metern eine einfach Deckensanierung und ab Höhe Hummitzschberg der grundhafte Ausbau bis zur Einmündung Jahnstraße. Teilweise ergebe sich eine Ausbaubreite von bis zu neun Metern, so Schröder.

Mit dem Abschluss des ersten Bauabschnittes sei Mitte Oktober dieses Jahres zu rechnen. Aber die Kommune plant in diesem Zusammenhang noch mehr.

Zweiter Abschnitt in Planung

„Im nächsten Jahr soll es zwischen der Einmündung Jahnstraße bis zur Johannistalkreuzung weitergehen. Dort befindet sich die einzige Ampelkreuzung Leisnigs. Wir sind gerade dabei, die Sanierung der Ampelanlage zu planen“, sagte Thomas Schröder.

Diese sei zwar erst nach kurz nach der Wende gebaut worden. „Die Technik ist aber nun auch schon mehrere Jahrzehnte alt, sodass die Unterhaltungskosten steigen“, erklärte der Bauamtsleiter.

Kreisverkehr wieder verworfen

Überlegt worden sei auch, ob die Ampelanlage nicht generell eingespart und stattdessen ein Kreisverkehr eingerichtet werden könnte. Das sei aber wegen der ungünstigen geografischen und städtebaulichen Gegebenheiten wieder verworfen worden. Die für einen Kreisverkehr erforderlichen Radien könnten nicht eingehalten werden.

Finanziert werden soll die Baumaßnahme im Kreuzungsbereich nebst neuer Ampelanlage nun von dem übrigbleibenden Geld aus der Differenz der Baukosten im ersten Bauabschnitt und dem Geld aus der Einstandspflicht. Wie Schröder erklärte, bleiben für Nebenkosten und Baukosten im zweiten Teilabschnitt rund 270.000 Euro.

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