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Döbeln: Bus und Bahn fahren wird ab August teurer

Die Ticketpreise steigen im Durchschnitt um 6,6 Prozent. Einige Tarifprodukte entfallen, andere werden neu eingeführt.

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Wer mit Bus oder Bahn im Gebiet des Verkehrsverbundes Mittelsachsen unterwegs ist, muss dafür ab August mehr zahlen.
Wer mit Bus oder Bahn im Gebiet des Verkehrsverbundes Mittelsachsen unterwegs ist, muss dafür ab August mehr zahlen. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Diesel, Personal, Strom – alles wird teurer, auch für die Verkehrsunternehmen. Deshalb sieht sich der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) gezwungen, die Ticketpreise anzupassen.

„Innerhalb des vergangenen Jahres sind im Bereich des VMS die Kosten für Diesel um acht Prozent, für das Personal um sechs Prozent und für den Strom um 27 Prozent gestiegen“, erklärt VMS-Sprecher Falk Ester. Hinzu kommen Hygiene-Kosten durch die Corona-Pandemie. Auch 2022 werden die Ausgaben voraussichtlich weiter steigen.

Vor diesem Hintergrund bestätigte die Verbandsversammlung am Freitag Preissteigerungen um durchschnittlich 6,6 Prozent. Dies gilt ab 1. August und voraussichtlich für einen Zeitraum von zwei Jahren.

„Die Tarifanpassung ist dem VMS in Zusammenarbeit mit den kooperierenden Verkehrsunternehmen nicht leicht gefallen. Sie ist aber für einen funktionierenden Nahverkehr notwendig und deckt allenfalls einen Teil der gestiegenen Kosten ab“, sagt Jens Meiwald, Vorsitzender des VMS-Tarifbeirates.

10er-Tageskarte kommt, Wochenkarte fällt weg

Die Preise gelten für alle Busse und Züge, die im VMS verkehren. Die Preissteigerungen reichen von 20 Cent auf 2,50 Euro für einen Einzelfahrschein bis zu 23,50 Euro auf 211,70 Euro für eine Monatskarte für den Verbundraum. Keine Veränderungen gibt es bei den Preisen für das Junge-Leute-Ticket, Senioren-Ticket, Senioren-Ticket Partner, Azubi-Ticket Sachsen, Bildungs-Ticket, Ferien-Ticket Sachsen sowie Ferien-Ticket VMS+VVV.

Neu im Sortiment ist eine 10er-Tageskarte, deren einzelne Tagesabschnitte ohne zeitliche Beschränkung abgefahren werden können. „Damit führen wir ein attraktives Angebot für Fahrgäste ein, die aufgrund von Homeoffice oder flexiblen Arbeitszeiten kein Monatsabo mehr benötigen“, meint Jens Meiwald.

Der Vertrieb soll ausschließlich digital erfolgen – über die Apps Handy-Ticket Deutschland, DB Navigator und MRB. Neu ist ebenfalls, dass das Junge-Leute-Ticket nicht mehr ab einem Alter von 16 Jahren, sondern bereits ab 15 Jahre gilt.

Um das Tarifsystem übersichtlicher zu gestalten, werden einige Tarifprodukte ersetzt: Die Wochenkarte wird gestrichen. Die Abo-Monatskarte Schüler/Azubi entfällt ebenfalls: Den noch 700 Kunden werde die Nutzung der Pauschalpreis-Abos oder ermäßigter Monatskarten angeboten.

Bildungsticket ist beschlossen

Neben der Preiserhöhung hat die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) eine Neufassung der Schülerbeförderungssatzung beschlossen. Notwendige Beförderungsarten, wie freigestellter Schülerverkehr (Fahrdienst), Pkw-Erstattung und Kombi-Beförderungen bleiben weiterhin geregelt.

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Künftig könne jeder Schüler, der Bus und Bahn des VMS nutzt, ein Bildungsticket bei jedem Verkehrsunternehmen für den gesamten Verbundraum als Jahres-Abonnement erwerben. Das Ticket kostet 180 Euro.

„Eltern von Schülern, die jetzt die Schülerverbundkarte nutzen, erhalten demnächst eine Information über die Änderungen“, so Falk Ester. Schulanfänger erhielten den neuen Abo-Antrag zeitnah direkt von der Schule.

Auszug aus der Preisliste

In der Zone 1 gelten ab 1. August beim VMS folgende Preise:

  • Einzelfahrt: 2,50 Euro (+0.20 Euro)
  • Einzelfahrt Kind: 1,70 Euro (+0,20 Euro)
  • Tageskarte: 5 Euro (+0,40 Euro)
  • Tageskarte Kind: 3,20 (+0,40 Euro)
  • 10er-Tageskarte (neu): 42 Euro
  • Monatskarte: 64,70 Euro (+5,90 Euro)
  • Abo-Monatskarte: 55 Euro (+4 Euro)