merken
PLUS Döbeln

Wo der Freistaat 2021 in Döbeln doch nicht baut

Eigentlich sollte die S32 bei Pommlitz erneuert werden – gestrichen. Auch aus der Ortsumgehung von Lommatzsch wird noch nichts.

Die Erneuerung der S32 bei Pommlitz ist erst einmal gestrichen.
Die Erneuerung der S32 bei Pommlitz ist erst einmal gestrichen. © Dietmar Thomas

Döbeln/Lommatzsch. Der Freistaat Sachsen hat sein Bauprogramm für die Staatsstraßen für dieses Jahr verkündet. Die Liste fällt für den Landkreis Mittelsachsen bescheiden aus. In der Region Döbeln steht kein größeres Bauvorhaben auf der Liste.

Eigentlich sollte in diesem Jahr mit der Erneuerung der S32 von Pommlitz bis zur Autobahnbrücke begonnen werden. Bisher wollte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr dazu noch keine Aussagen treffen, weil der Sächsische Haushalt noch nicht verabschiedet war. Jetzt steht fest: Es wird nichts daraus.

Klinik Bavaria Kreischa
Perspektiven Schaffen - Teamgeist (Er-) leben
Perspektiven Schaffen - Teamgeist (Er-) leben

Wir sind die KLINIK BAVARIA Kreischa - eine der führenden medizinischen Rehabilitationseinrichtungen in Ostdeutschland.

Pommlitz wegen Corona nicht im Bauprogramm

Der sächsische Haushalt stehe wegen der coronabedingten Herausforderungen unter erheblichem Druck, so Franz Grossmann auf Anfrage von Sächsische.de.

„Dies betrifft leider auch die Finanzierungssicherheit für das angefragte Vorhaben. Die Maßnahme in Pommlitz konnte somit nicht in das diesjährige Bauprogramm aufgenommen werden. Damit lässt sich derzeit noch keine Aussage zum Zeitraum einer Realisierung treffen.“

Die S32 ist mittlerweile zu großen Teilen erneuert. Der besagte Abschnitt zwischen Pommlitz und der Autobahnbrücke ist aber noch in einem schlechten Zustand. Eigentlich sollte die Fahrbahn auf 1,1 Kilometer Länge erneuert werden. Kosten: Rund 500.000 Euro.

Ortsdurchfahrt Meila ebenfalls nach hinten gerutscht

Schon seit Jahren zurückgestellt ist auch die Ortsdurchfahrt in Meila. Sie war geplant, ist aber in der Priorisierung durch das Lasuv nach hinten gerutscht. Ein weiterer schlechter Abschnitt zwischen Neudorf und Krematorium Döbeln soll komplett neu ausgebaut werden. Dafür läuft gerade ein Planfeststellungsverfahren.

Die S32 beginnt in Rossau bei Hainichen und endet in Zehren an der Elbe. Im Jahr 2019 hatte die Landesdirektion Sachsen (LDS), die etwa einen Kilometer lange Umgehungsstraße Süd-Ost in Lommatzsch genehmigt.

Nicht nur Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP) hatte darauf gehofft, dass der Bau noch im gleichen Jahr beginnt. Aber die Hoffnung schwand schnell.

Ortsumgehung in Lommatzsch kommt noch nicht

Auch in diesem Jahr ist die Ortsumgehung nicht im Bauprogramm eingeplant. Die für den einen Kilometer langen Abschnitt im Jahr 2016 berechneten Kosten lagen bei rund 2,5 Millionen Euro.

Dieser zweite Abschnitt der Ortsumfahrung im Südosten soll direkt an den bereits vorhandenen der Südumgehung der Staatsstraße 32 zwischen Raubaer und Mertitzer Straße anschließen und etwa in Höhe des Daubnitzer Weges in die S32 münden. Es entstehen dabei zwei Kreisverkehre und eine Einmündungskreuzung ohne Ampel.

Mehr zum Thema Döbeln