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Straße und Stadtwäldchen in Hartha gesperrt

Wegen Schneebruch ist derzeit auch die Straße Am Bärental in Döbeln nicht nutzbar. An einem Schwerpunkt im Kreis gab es bereits einen tödlichen Unfall.

Jolanta Haase vom städtischen Bauhof Hartha hat am Mittwoch die Sperrung an der Harthaer Gartenstraße im Bereich des Stadtwäldchens aufgebaut.
Jolanta Haase vom städtischen Bauhof Hartha hat am Mittwoch die Sperrung an der Harthaer Gartenstraße im Bereich des Stadtwäldchens aufgebaut. © Dietmar Thomas

Döbeln/Mittelsachsen. Die aktuelle Witterung sorgt für weitere Behinderungen im Straßenverkehr im Landkreis Mittelsachsen. So hat die Stadt Hartha am Mittwoch sowohl Teile der Gartenstraße als auch das nahe gelegene Stadtwäldchen für die Öffentlichkeit gesperrt. Nach Angaben eines Fotoreporters seien sämtliche Zugänge zu dem Park mit einer Absperrung versehen worden.

Die Stadt Döbeln hat am Mittwoch zudem die Straße Am Bärental gesperrt. Die Birken entlang der Straße am Bärental sind durch den Nebel und die anhaltende Kälte total vereist und beginnen, herunterzubrechen. Wie ein Reporter von Sächsische.de berichtete, seien schon relativ große Äste heruntergekommen.

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Wie lange die Sperrung erfolgen muss, dazu sei noch keine verlässliche Aussage zu treffen, sagte Döbelns Stadtsprecher Thomas Mettcher. Auch der Bauhof könne keine Abhilfe schaffen. Solange die Bäume vereist sind und die Äste unter Spannung stehen, könne nicht gesägt werden.

35-Jähriger verstirbt bei Oederan

Auch die Straßenmeistereien des Landkreises haben am Mittwochvormittag zwei weitere Straßen wegen Schneebruchs gesperrt, informierte Kreissprecher André Kaiser.

Betroffen sind die Staatsstraße 201 zwischen Hartha (Räuberschänke) und dem Ortseingang Oederan sowie die Kreisstraße zwischen dem Ortsausgang Langenstriegis und dem Ortseingang Hainichen.

Auf der S201 hatte es Polizeiangaben zufolge am Mittwochvormittag einen tödlichen Verkehrsunfall gegeben. Gegen 6.55 Uhr war dort ein 35-Jähriger mit seinem VW in Richtung Oederan unterwegs. Etwa 400 Meter nach der Kreuzung S201/S203 soll der Mann nach Angaben von nachfolgenden Fahrzeugführern einem Ast ausgewichen sein, der sich auf der Fahrbahn befunden haben soll. Daraufhin kam der VW von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum.

Der 35-jährige Fahrer wurde schwer verletzt. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Die Höhe des entstandenen Sachschadens beläuft sich auf rund 3.000 Euro. Die S201 musste im Bereich des Unfallortes für drei Stunden voll gesperrt werden.

Am Mittwochmittag erfolgte nach Polizeiangaben durch die zuständige Straßenmeisterei auf der Straße eine Kontrollfahrt im Rahmen der Gefahrenabwehr wegen möglichen Schneebruchs. Aus diesem Grund wurde die Straße ab der Kreuzung S203 in Richtung Oederan voll gesperrt.

Straße bei Stockhausen weiterhin gesperrt

Bereits am Dienstagvormittag wurde seitens der Straßenmeisterei Döbeln die Bergstraße bei Stockhausen gesperrt. Die Kreisstraße 7535 ist demnach zwischen dem Ortseingang Stockhausen und der Auffahrt zur K7532 nahe der B169 derzeit nicht passierbar.

Als Grund für die Behinderung gab Kreissprecher André Kaiser ebenfalls Schneebruch an. "In dem Bereich befindet sich eine Baumallee. Es fallen Äste herunter." Die Situation werde beobachtet. Wie lange die Sperrung andauert, konnte Kreissprecher Kaiser noch nicht sagen.

Die Straßenmeisterei Döbeln hat die Kreisstraße abgesperrt.
Die Straßenmeisterei Döbeln hat die Kreisstraße abgesperrt. © Lars Halbauer

Weitere Sperrung bei Holzhausen

Ebenfalls am Dienstagvormittag wurde durch die Straßenmeisterei Rochlitz die Kreisstraße zwischen Arras und Holzhausen im Bereich Geringswalde für den Verkehr gesperrt. Auch hier ist die Ursache Schneebruch.

"Einige Bäume sind unter der Schneelast bereits umgestürzt, weitere könnten folgen. Aus diesem Grund ist eine Beräumung derzeit nicht möglich. Wir informieren, wenn die Straße wieder frei ist", äußerte sich André Kaiser zur dortigen Lage. Gleiches gilt für die K7720 von der B173 bis zum Ortseingang Kirchbach bei Oederan.

Weitere Sperrungen seien möglich, sagte Kaiser am Dienstag. Die Straßenmeistereien würden die Situation weiter beobachten, sowohl im Rahmen des Winterdienstes als auch im Rahmen der Kontrolle. "Aber die Mitarbeiter können nicht überall gleichzeitig sein", merkt Kaiser an.

Daher appellieren die Meistereien an die Kraftfahrer, ihre Fahrweise der Witterung und Gefahrensituation anzupassen.

Sollte es weitere Beeinträchtigungen geben, so werde der Landkreis informieren. Ebenso erfolge eine Information, wenn die gesperrten Straßen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Dies sei aktuell aber noch nicht abzusehen.

265 Tonnen Salz in 24 Stunden

Seit den frühen Morgenstunden seien die Mitarbeiter der insgesamt sechs mittelsächsischen Meistereien mit 44 Fahrzeugen im Winterdienst im Einsatz, informierte André Kaiser am Mittwoch.

Zwischen 6 Uhr am Dienstag und 6 Uhr am Mittwoch seien insgesamt 265 Tonnen Streusalz im ganzen Landkreis ausgebracht worden. Tags zuvor waren es 180 Tonnen gewesen. Der Gesamtverbrauch an Salz seit Oktober belaufe sich nach Angaben des Kreissprechers auf rund 2.421 Tonnen.

In Summe hat der Kreis 8.000 Tonnen Streusalz in den sechs Meistereien sowie den beiden Außenlagern in Naußlitz und Clausnitz eingelagert. Für den Winterdienst im Bereich Döbeln zuständig sind die Meistereien Döbeln, Rochlitz und Hainichen. Jene haben insgesamt rund 4.000 Tonnen Streusalz eingelagert. Eine solche Menge sei im Winterdienst 2020 in ganz Mittelsachsen verbraucht worden, hieß es in einer früheren Mitteilung des Landkreises.

Polizei registriert keine Unfälle

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Zu Unfällen ist es aufgrund der Witterungsverhältnisse zumindest im Bereich Döbeln offenbar nicht gekommen. Bei der Polizeidirektion Chemnitz waren zwar bis Dienstagnachmittag drei Unfälle erfasst worden. Dabei habe es sich jedoch nicht um witterungsbedingte Unfälle gehandelt, sagte Daniela König von der Pressestelle der PD Chemnitz. Am Montag sei gar kein Unfall in der Region erfasst worden.

Auch am Mittwoch meldete die Polizei für die Region Döbeln keinen witterungsbedingten Unfall.

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