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Hartha und Waldheim planen und bauen gemeinsam

Die ehemalige Staatsstraße zwischen Hartha und Waldheim soll saniert werden. Zurzeit laufen die Planungen.

Von Sylvia Jentzsch
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Die ehemalige Staatsstraße zwischen Hartha und Waldheim soll saniert werden. Zurzeit laufen die Planungen.
Die ehemalige Staatsstraße zwischen Hartha und Waldheim soll saniert werden. Zurzeit laufen die Planungen. © Lars Halbauer Lars Halbauer Lars

Hartha/Waldheim. Die Verbindungsstraße zwischen Hartha und Waldheim ist in einem schlechten Zustand. Das soll sich ändern. Der Baubeginn ist für das Jahr 2024 geplant, teilte der Harthaer Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) auf Anfrage mit.

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Zurzeit werde vom Planungsbüro die Ausschreibung vorbereitet. Damit nur eine Vollsperrung für die Straßensanierung notwendig wird, planen und bauen die beiden Städte Hartha und Waldheim den Abschnitt zwischen Ortseingang Hartha und dem alten Bahnübergang in Waldheim gemeinsam (DA berichtete). Allerdings beginnen die Kanalbauarbeiten im Waldheimer Bereich schon eher.

Einstandsgeld soll reichen

Die beiden Städte haben vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) Geld bekommen, um die ehemalige S 36 in ihren Bereichen in Ordnung bringen zu können. „Unser Anspruch ist es, mit dem sogenannten Einstandsgeld, das wir vom Lasuv erhalten, auszukommen. Sollte das wegen der gestiegenen Baukosten nicht möglich sein, müssen wir eine Förderung beantragen“, so der Harthaer Bürgermeister.

Im Rahmen einer sogenannten Netzneuordnung sind im Jahr 2019 die Zuständigkeiten für einige Straßen in Hartha neu geregelt worden (wir berichteten).

So hat Hartha die Verantwortung für die Dresdener und die Leipziger Straße übernommen. Dafür ist die Umgehungsstraße zur Staatsstraße hochgestuft worden und geht in den Verantwortungsbereich des Lasuv über. Weil die ehemalige S 36 früher sowohl durch Waldheim als auch durch Hartha führte, haben die beiden Städte für die Straßenerneuerung einen gemeinschaftlichen Ingenieurvertrag geschlossen.

Außerdem wurde die Planung der Deckenerneuerung der Dresdener und Leipziger Straße bis zum Anschluss Hartha-Kreuz von den Harthaer Stadträten im vergangenen Jahr bestätigt. Diese hat das Ingenieurbüro Schulze & Rank aus Chemnitz übernommen.

Los geht es mit dem Kanalbau

Vor wenigen Monaten ist die Hauptstraße von der Kauflandkreuzung in Richtung Hartha bereits ausgebessert worden – ein bisschen mehr als nur notdürftig. Rund 30.000 Euro hat die Stadt Waldheim investiert. Zu einem grundhaften Ausbau gibt es keine Alternative. Deshalb hat die Stadt Waldheim für den ersten Bauabschnitt zwischen Kauflandkreuzung bis Ortsausgang, das ist in Höhe des ehemaligen Bahnübergangs, Fördermittel über das Programm „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ beantragt.

Unklar ist noch, ob und wie viele Fördermittel der Freistaat für das kommende Jahr überhaupt zur Verfügung stellt. In den Vorjahren hatte der Freistaat den Geldhahn für Straßenbauprojekte oder im vergangenen Jahr auch für den Bau von Abwasserleitungen bereits vor Jahresmitte zugedreht. Ohne Fördermittel können weder die Kommune noch der AZV „Untere Zschopau“ das Projekt stemmen.

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Den Eigenanteil könnte Waldheim genau wie Hartha mit einem Großteil aus der sogenannten Einstandspflicht finanzieren. Waldheim arbeitet bei diesem Thema eng mit dem AZV „Untere Zschopau“ und der Stadt Hartha zusammen.

Der AZV sieht wegen der uralten Abwasserleitungen, die in der Straße liegen, ebenfalls dringenden Handlungsbedarf, hat die Maßnahme in ihr Investitionsprogramm aufgenommen und ein Bodengutachten beauftragt. Der Kanal in der Hauptstraße ist vor fast 70 Jahren von Strafgefangenen gebaut worden und damit einer der ältesten in der Zschopaustadt. (mit br)