merken
PLUS Döbeln

Leisnig: Johannistalstraßen-Bau ist ausgeschrieben

Auch wenn nun erst im zweiten Halbjahr 2021 gebaut wird: Eine Winterbaustelle ist nicht geplant.

Der Ausbau der Johannistalstraße soll im Sommer starten.
Der Ausbau der Johannistalstraße soll im Sommer starten. © André Braun/Döbelner Anzeiger

Leisnig. Die Leisniger dürften jetzt die längste Zeit auf den Ausbau der Johannistalstraße als eine der schlechtesten Straßen in der Stadt gewartet haben.

Wie Bauamtsleiter Thomas Schröder auf Anfrage sagt, sind die Arbeiten mittlerweile ausgeschrieben. Ob die Stadträte den Auftrag in ihrer nächsten Sitzung am 24. Juni vergeben können, steht im Augenblick aber noch nicht fest. Das hängt mit Fristen zusammen und der Prüfung der Angebote.

Anzeige
Wer hilft, wenn zuhause etwas passiert?
Wer hilft, wenn zuhause etwas passiert?

Es dauert nur eine Sekunde und schon ist es passiert: Ein Sturz, ein Schnitt, eine Verbrennung. Wie der Hausnotruf im Notfall schnelle Hilfe sichert.

Selbst wenn das Datum Ende Juni nicht zu schaffen ist, sieht der Amtsleiter das nicht als Problem. Als Eilentscheidung könne der Bürgermeister den Auftrag immer noch auslösen, sofern es keine andere Möglichkeit vor der Sommerpause gibt.

Baustart vom Olbrichtplatz bergaufwärts

Wie berichtet, wird der Ausbau der Johannistalstraße als ehemalige Staatsstraße in zwei Abschnitten vonstattengehen: Baubeginn soll nach aktuellen Erkenntnissen von unten vom Olbrichtplatz nach oben sein, und zwar bis zur Einmündung in die Jahnstraße. An dieser Stelle könnte gegebenenfalls eine Winterpause eingelegt werden. Denn eine Winterbaustelle an dieser abschüssigen Straße ist nach wie vor nicht beabsichtigt, wie Schröder sagt.

Im ersten Abschnitt wird die Straße grundhaft ausgebaut, wobei ein Teil der Versorgungsleitungen wie etwa die Trinkwasserleitung schon erneuert worden sind. Im folgenden zweiten Abschnitt ab der Jahnstraße wird es dann eine Oberflächensanierung geben – einschließlich der Johannistalkreuzung, wo auch eine Anpassung an aktuelle Regelungen erfolgen soll.

Bleibt ein Eigenanteil bei der Stadt?

Für die Arbeiten ist ein höherer sechsstelliger Betrag vorgesehen. Der Eigenanteil, den die Kommune trotz hoher Bezuschussung aus einem Wirtschaftsförderprogramm aufbringen muss, kommt sozusagen vom Freistaat. Der musste eine sogenannte Einstandspflicht leisten.

Das Land hatte die marode Johannistalstraße als Teil der früheren Staatsstraße an die Kommune abgegeben, dafür aber einen weiteren Abschnitt der Umgehungsstraße übernommen. Dieser war zwar nicht tipptopp, aber wesentlich besser in Schuss als die Johannistalstraße. Deshalb hat Sachsen der Kommune einen finanziellen Ausgleich gezahlt, der jetzt als Eigenanteil eingesetzt werden soll.

Möglicherweise muss die Kommune dann kaum etwas dazu bezahlen, im günstigsten Fall gar nichts. Im Detail wird dies das Ergebnis der laufenden Ausschreibung zeigen.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln