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Leisnig setzt auf verschraubbare Gullydeckel

Die Flutbilder aus dem Westen Deutschlands gehen auch Leisnigern nahe. Einige sorgen sich, erneut Ähnliches zu erleben. Wird vorausschauender geplant?

Bei der Sanierung der Johannistalstraße in Leisnig sollen die bisher üblichen Gullydeckel durch verschraubbare ersetzt werden.
Bei der Sanierung der Johannistalstraße in Leisnig sollen die bisher üblichen Gullydeckel durch verschraubbare ersetzt werden. © Foto: Lutz Weidler

Leisnig. In ein paar Wochen beginnt die Sanierung der Johannistalstraße. Einige Leisniger können sich erinnern, dass es dort in der Vergangenheit zu erstaunlichen Bildern gekommen ist.

Bei Starkniederschlägen drückte die Wucht des abfließenden Regenwassers das eine oder andere Mal Gullydeckel nach oben und ließ das Wasser nur so über die Straße und über Grundstücke am Straßenrand sprudeln.

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Immerhin kommt durch die Lage auch einiges Wasser aus oberhalb liegenden Stadtgebieten zusammen, das dann über die Johannistalstraße abgeleitet werden muss.

Im Unwetterfall nie groß genug

Angesichts dessen und der zunehmenden Unwetterschäden an öffentlichen Straßen und Einrichtungen sowie auf Privatgrundstücken fragen sich einige Leisniger, ob dieser Situation bei der Sanierung der Johannistalstraße Rechnung getragen wird? Sind schon vorhandene Planungen – auch angesichts der Flutbilder aus dem Westen des Landes – entsprechend angepasst worden?

„Wir haben keine neue Kanalplanung durchgeführt“, antwortet Bürgermeister Tobias Goth (CDU) auf diese Fragen. Für einen Entlastungskanal sehe er keine Möglichkeit.

„Unsere Planung für die Entwässerung der Johannistalstraße basiert auf dem Mischwasserkonzept, das der Eigenbetrieb Abwasserentsorgung der Stadt Leisnig vorlegen muss“, erklärt der Rathauschef.

Das Anheben der Gullydeckels bei Starkniederschlägen soll in Zukunft aber durch den Einsatz von Schachtabdeckungen verhindert werden, die verschraubbar sind. Goth zufolge könne an keiner Stelle so dimensioniert werden, dass die Entsorgungsanlagen auf alle Eventualitäten vorbereitet sind.

Größere Schäden zuletzt in Gorschmitz

Unwetterschäden hat die Kommune in diesem Jahr zum Beispiel in Gorschmitz hinnehmen müssen. Dort haben sich nach einem Regenguss Schlammmassen über den Spielplatz und eine Straße ergossen, Wege wurden ausgespült, Bäume hat es umgeknickt wie Strohhalme. Die Schäden summieren sich auf einen sechsstelligen Betrag und sind auch zwei Monate später nicht beseitigt.

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Im Spätsommer wird mit der Sanierung der Johannistalstraße begonnen. 2022 schließt sich die Neugestaltung der Ampelkreuzung an.

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