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Leisnig: Neuer Asphalt, aber kein neuer Fußweg

In Fischendorf wird noch in diesem Sommer gebaut. Allerdings werden dabei nicht alle Probleme gelöst.

Auf der Döbelner Straße in Leisnig (S34) gibt es eine Art Notfußweg. Der wird nach der Oberflächensanierung genau wieder so angelegt.
Auf der Döbelner Straße in Leisnig (S34) gibt es eine Art Notfußweg. Der wird nach der Oberflächensanierung genau wieder so angelegt. © Dietmar Thomas

Leisnig. Die Döbelner Straße im Ortsteil Fischendorf ist eine viel befahrene. Weil dort auch eine Menge Schwerlastverkehr entlang rollt, bilden sich immer wieder Risse und Schlaglöcher auf der Fahrbahn. Die sind im Moment großflächig geflickt – aber nicht mehr lange.

Wie Franz Grossmann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr auf Anfrage mitteilt, ist eine Sanierung des Abschnittes der S34 geplant. „Die Bauarbeiten umfassen den Bereich von Ortseingang bis etwa in Höhe der Hausnummer 11“, konkretisiert er. Das ist ungefähr in Höhe der Einfahrt zur Firma AEL „Auf diesem Teilstück werden vollflächig Schäden in der Fahrbahn durch einen Austausch von Asphaltdecke und Asphaltbinderschicht beseitigt.“

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Baustart Ende Juli denkbar - Vollsperrung nötig

Und was passiert mit dem für Fußgänger abgetrennten Fahrbahnbereich bergaufwärts rechts? Dieser Schutzbereich ist vor vielen Jahren nach einem tödlichen Unfall angelegt worden. Er reicht jetzt bis an die letzten Häuser in der Ortschaft heran.

Für diese Art Schutzweg bleibe der Status quo beibehalten. „Das heißt, es erfolgt die Erneuerung der bisher befestigten Asphaltfläche bis an die Schutzplanke heran. Der Gummibord wird als Abgrenzung zur Fahrbahn anschließend wieder errichtet“, erklärt der Lasuv-Sprecher. Der Anbau eines separaten Gehweges außerhalb der Fahrbahn sei bei den anstehenden Arbeiten nicht geplant.

Ein genauer Bauzeitraum stehe noch nicht fest. Der hänge auch von einer verkehrsrechtlichen Anordnung ab, die die zuständige Verkehrsbehörde erteilen muss. „Deren Zustimmung vorausgesetzt, sind die Arbeiten derzeit für Ende Juli geplant“, so Franz Grossmann. Wie er sagte, ist für die Arbeiten eine Vollsperrung des gesamten Straßenabschnittes notwendig. Eine Umleitung werde ausgewiesen. Eine genaue Streckenführung könne Grossmann zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht nennen.

Die S34 bröckelt, zumindest im Leisniger Ortsteil Fischendorf. Deshalb will das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Fahrbahn im Sommer erneuern lassen - allerdings nur auf einem Teilstück.
Die S34 bröckelt, zumindest im Leisniger Ortsteil Fischendorf. Deshalb will das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Fahrbahn im Sommer erneuern lassen - allerdings nur auf einem Teilstück. © Dietmar Thomas

Mit dem S34-Teilstück zwischen der AEL-Einfahrt und der Grimmaer Straße in Fischendorf geht es offenbar zu einem späteren Zeitpunkt weiter. Darüber ist der Leisniger Bauamtsleiter Thomas Schröder durchaus erleichtert. Denn die Kommune will, wenn die Fahrbahndecke erneuert wird, parallel dazu den bergaufwärts links an der Straße entlangführenden Fußweg zwischen Kreuzung und dem Apparatebau instand setzen.

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Dass dieser Abschnitt erst in der Planung ist, verschafft der Stadt noch etwas Luft, den Gehwegbau vorzubereiten. Immerhin ist der Haushaltsplan für dieses Jahr noch nicht einmal beschlossen. Deshalb hätte es die Bauverwaltung in die Bredouille gebracht, wenn noch im Sommer Geld für dieses Projekt nötig gewesen wäre.

Insgesamt steht der Zustand der Döbelner Straße schon seit Jahren in der Kritik. Mitunter war es Kraftfahrern abschnittsweise kaum möglich, den Schlaglöchern auszuweichen.

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