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Einschränkungen bei Bauarbeiten am Kanal

In Ostrauer Ortsteil Merschütz soll ab Januar ein neuer Mischwasserkanal verlegt werden. Doch das geht nicht ohne Einschränkungen.

Symbolbild
Symbolbild © René Meinig

Ostrau. Sobald es das Wetter zulässt, soll es im Ostrauer Ortsteil Merschütz losgehen: Der Abwasserzweckverband (AZV) Döbeln-Jahnatal will dort in naher Zukunft einen neuen Mischwasserkanal verlegen. Doch das führt auch zu Einschränkungen für die Anwohner.

Wie der AZV-Geschäftsführer Stephan Baillieu auf Anfrage mitteilt, wird die Maßnahme unter Vollsperrung durchgeführt. „Auf einem Stück von etwa 400 Metern wird die Straße gesperrt, um den neuen Kanal verlegen zu können.“ Die neue Kunststoffleitung wird dann 370 Meter lang und mit mehreren Betonelementen in der Erde eingebaut. Außerdem wolle der AZV auch die Hausanschlüsse erneuern.

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Nötig geworden sei dies, weil die jetzigen Leitungen verschlissen sind und es somit zu Rückstau kommt, so der Geschäftsführer. Insgesamt gibt der Abwasserverband für diese Erneuerung knapp 300.000 Euro aus. Beauftragt ist die Erdmann Bau GmbH aus Mügeln.

Straßenbau vom Landkreis Mittelsachsen noch unklar

Eigentlich sollte die Baustelle bereits jetzt eingerichtet sein und die Arbeiten losgehen, erklärt Stephan Baillieu. Durch den erneuten Wintereinbruch sowie einzelnen Corona-Ausfällen verzögere sich dies jedoch.

„In den kommenden Wochen sollte es allerdings klappen.“ Dann wird die Merschützer Straße von der Kuppe bis zum Ortsausgang voll gesperrt. Die betroffenen Anwohner seien durch den AZV bereits informiert worden. Auch die Gemeinde Ostrau weiß Bescheid, so Bürgermeister Dirk Schilling (CDU).

Ihm zufolge überlege auch der Landkreis Mittelsachsen, ob er nach den Arbeiten des Abwasserverbands die Straßendecke zumindest teilweise erneuert. Doch fest stehe das noch nicht. Laut Stephan Baillieu sind die Bauarbeiten des AZV zunächst auf drei Monate geplant, ein Bauende sei somit frühestens im April in Sicht.

Neben der Merschützer Straße geht auch die Planung für die Kreisstraße zwischen Kattnitz und Noschkowitz weiter. Im Januar sollen die Vermessungen auf der teilweise stark beschädigten Straße beginnen. Der Baubeginn ist Claudia Landgraf von der Kreisverwaltung zufolge im Spätsommer eingeplant. Vorgesehen ist hier eine Sanierung im Bestand. Wenn dies möglich ist, soll die Fahrbahn verbreitert werden. „Das Optimum für eine derartige Kreisstraße liegt bei 5,50 Meter“, so Landgraf.

Dieses Maß wird die neue Straße aber nicht erreichen. Die Abteilungsleiterin rechnet mit knapp fünf Metern, auf denen sich Pkw und Pkw sicher begegnen können und ein Laster und ein Auto aneinander vorbeikommen, ohne dass das Bankett zerfahren wird. Derzeit ist die Straße knapp 4,50 Meter breit. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 400.000 Euro. Auch dort muss die Straße für zwei bis drei Monate voll gesperrt werden.

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