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Straßenbau in Leisnig erst in den Herbstferien

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) hat seine Pläne zur Sanierung der Döbelner Straße geändert. Offen ist auch der Umfang.

Die untere Döbelner Straße in Leisnig ist genauso kaputt wie die obere. Ob beide Abschnitte im Herbst saniert werden, steht noch nicht fest.
Die untere Döbelner Straße in Leisnig ist genauso kaputt wie die obere. Ob beide Abschnitte im Herbst saniert werden, steht noch nicht fest. © Dietmar Thomas

Leisnig. Eigentlich wollte das Lasuv schon Ende Juli mit den Reparaturen an der Döbelner Straße im Leisniger Ortsteil Fischendorf beginnen. Rechtzeitig vorher waren auch schon Bauampeln aufgestellt worden. Doch die hatten überhaupt nichts mit den angekündigten Erneuerungen der Straßendecke zu tun.

Die Planänderung erklärt Rosalie Stephan vom Landesamt folgendermaßen: „Die Arbeiten sind vom Schülerverkehr abhängig und können deshalb nur in den Ferien ausgeführt werden.“ Aus Kapazitätsgründen seien die Arbeiten aktuell für die Herbstferien vorgesehen. Der Zuschlag sei bereits erteilt.

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Vielleicht geht noch ein zweiter Bauabschnitt

Nach bisherigen Darstellungen der Behörde ist geplant, die Fahrbahn der Staatsstraße 34 zwischen dem Ortseingang Leisnig aus Richtung Naundorf bis zum Grundstück Döbelner Straße 11 zu erneuern. Das befindet sich ungefähr gegenüber der Einfahrt zum Apparatebauer AEL.

Doch auch das darunterliegende Straßenstück bis zur Anbindung an die Grimmaische Straße ist mit Rissen übersät. Die Randbereiche sind ausgefahren. An vielen Stellen ist der Asphalt repariert.

„Vorrangig soll der obere geplante Abschnitt erneuert werden“, so Rosalie Stephan. „Derzeitig wird aber geprüft, ob der untere Abschnitt im Zuge der Vollsperrung ebenfalls realisiert werden kann“, teilt sie die aktuellen Überlegungen der Behörde mit.

Passiere das tatsächlich, dann müssten noch einmal 100.000 Euro Baukosten dazugerechnet werden und fünf weitere Tage, um die Arbeiten auszuführen.

Schutzweg bleibt ein Provisorium

Fünf Arbeitstage hat die Baufirma auch schon für den bisherigen oberen Abschnitt geplant. „Die Kosten dort sollen sich auf rund 40.000 Euro belaufen. Sie werden vom Freistaat Sachsen mit Steuermitteln auf der Grundlage des von den Landtagsabgeordneten beschlossenen Haushaltes finanziert“, so die Sprecherin des Lasuv.

Und was passiert mit dem für Fußgänger abgetrennten Fahrbahnbereich bergaufwärts rechts? Diese Frage beschäftigt regelmäßige Nutzer dieses Staatsstraßenstückes nach wie vor. Immerhin ist dieser Schutzbereich vor Jahren nach einem tödlichen Unfall angelegt worden. Er reicht jetzt bis an die letzten Häuser in der Ortschaft heran.

Dieser provisorische Schutzweg an der S34 in Leisnig/Fischendorf wird nach der Erneuerung der Fahrbahn genau wieder so hergestellt.
Dieser provisorische Schutzweg an der S34 in Leisnig/Fischendorf wird nach der Erneuerung der Fahrbahn genau wieder so hergestellt. © Dietmar Thomas

Für diese Art Schutzweg bleibe der Status quo beibehalten. „Das heißt, es erfolgt die Erneuerung der bisher befestigten Asphaltfläche bis an die Schutzplanke heran. Der Gummibord wird als Abgrenzung zur Fahrbahn anschließend wieder errichtet“, erklärte Lasuv-Sprecher Franz Grossmann bereits im Frühsommer auf Anfrage. Der Anbau eines separaten Gehweges außerhalb der Fahrbahn sei bei den bevorstehenden Arbeiten nicht geplant.

Für die Erneuerung der Fahrbahn wird eine Vollsperrung nötig sein. Wie die Umleitung aussieht, vermag die Behörde im Moment noch nicht zu sagen. Entsprechende Hinweise für die Kraftfahrer wolle das Landesamt aber rechtzeitig vor Baubeginn bekanntgeben, sichert Rosalie Stephan zu.

Auch der untere Fußweg ist sanierungsbedürftig

Rechtzeitig über den Umfang der Arbeiten Bescheid zu wissen, das wünscht sich auch die Bauverwaltung der Kommune. Laut Amtsleiter Thomas Schröder wäre es sinnvoll, im Zuge der Arbeiten auch etwas an dem schlechten Fußweg zwischen der Apparatebaufirma und der Grimmaischen Straße zu tun.

Für diesen ist die Stadt Leisnig zuständig. Inwieweit dafür noch Geld im inzwischen beschlossenen Haushaltplan bereitgestellt werden kann, darüber müssen die Stadträte entscheiden, wenn klar ist, in welchem Bereich genau das Land jetzt die Fahrbahn saniert.

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