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Waldheim: Bald Tempo 30 bis zur Fisch-Christel

Fußgänger müssen oft schnell sein, um unbeschadet über den Niedermarkt zu kommen. Die Kurvenlage birgt Gefahren.

Seit einem Jahr wünschen sich Stadtverwaltung und Stadträte in Waldheim eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde am Niedermarkt. Bei einer Verkehrsschau kamen die Teilnehmer jetzt zum gleichen Ergebnis.
Seit einem Jahr wünschen sich Stadtverwaltung und Stadträte in Waldheim eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde am Niedermarkt. Bei einer Verkehrsschau kamen die Teilnehmer jetzt zum gleichen Ergebnis. © Lars Halbauer

Waldheim. Eine verkehrsberuhigte Waldheimer Innenstadt. Das wünschen sich Stadträte und Verwaltung schon seit mehr als einem Jahr.

Der Obermarkt ist durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 Kilometer pro Stunde und mehrere Aufpflasterungen bereits „entschleunigt“. Jetzt wird sich endlich auch im Bereich Niedermarkt etwas tun. Dort gilt Tempo 50. Das halten sowohl Kommune als auch Stadträte für unangemessen.

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Bei einer Verkehrsschau haben am Montag Vertreter der Kommune, der Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes, der Polizei sowie Mitglieder der Stadtratsfraktionen den Verkehr zwischen Zschopaubrücke und ehemals „Fisch-Christel“ unter die Lupe genommen.

Ergebnis: Die Geschwindigkeit auf der Kreisstraße wird im Bereich des Niedermarktes von derzeit 50 Kilometer pro Stunde auf 30 Kilometer pro Stunde reduziert. Die Geschwindigkeitsbegrenzung gilt nur werktags und nur in der Zeit von 6 bis 19 Uhr. „Dabei handelt es sich um einen sogenannten Verkehrsversuch vorerst für ein Jahr“, teilte André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes Mittelsachsen, mit.

Hohes Verkehrsaufkommen am Niedermarkt

Insbesondere das hohe Verkehrsaufkommen und die stark frequentierten Haltestellen im Bereich des Niedermarktes, die dadurch eingeschränkten Sichtverhältnisse und der eingeschränkte Begegnungsverkehr werden auch von der Polizei als gefährlich eingeschätzt, so Kaiser.

„Mit dem Resultat der Verkehrsschau sind wir zufrieden“, sagt AfD-Stadtrat Mike Mende auf Anfrage von Sächsische.de. „Wir freuen uns, dass alle Beteiligten signalisiert haben, dass eine Reduzierung der Geschwindigkeit in diesem Bereich durchaus angezeigt ist.“

Verkehrsschau mehrfach verschoben

Bereits vor einem Jahr hatte die AfD-Fraktion einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat eingebracht und die Verwaltung um Prüfung der Situation gebeten. Damit steht sie nicht alleine da. „Alle Fraktionen ziehen hier an einem Strang“, sagte Mende. Weil der Termin der Verkehrsschau – auch wegen Corona – immer wieder verschoben werden musste, waren die Stadträte teilweise schon ungeduldig geworden.

„Im Vorfeld haben wir uns aber selbst mit der Situation vor Ort beschäftigt und mehrmals zu verschiedenen Uhrzeiten den Verkehr beobachtet“, so Mende. Teilweise sei es unglaublich, mit welch hoher Geschwindigkeit dort gefahren werde. „Es grenzt schon an ein Wunder, dass noch nichts Schlimmes passiert ist“, so Mende. „Man darf auch nicht vergessen, dass an den Bushaltestellen Schüler aus- und einsteigen, die beispielsweise in die Förderschule gehen.“

Umsetzung soll zeitnah erfolgen

Doch wie geht es nun weiter? Nach der genauen Standortfestlegung mit der zuständigen Straßenmeisterei in Rochlitz und der Stadt Waldheim erfolge nun der Erlass der verkehrsrechtlichen Anordnung, teilte André Kaiser mit. „Die Umsetzung der Beschilderung erfolgt danach durch die Straßenmeisterei zeitnah.“ Ein genauer Termin könne derzeit aber noch nicht genannt werden.

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