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Mittelsachsen: Winterchaos auf den Straßen

Am Dienstag kam es nach dem Schneefall es in der Region Döbeln zu Behinderungen auf Autobahnen und Landstraßen. Auch der Strom fiel aus.

Auf der Autobahn 14 sind kurz vor der Abfahrt Döbeln-Ost in Richtung Dresden ein Laster und ein Transporter in den Graben gerutscht.
Auf der Autobahn 14 sind kurz vor der Abfahrt Döbeln-Ost in Richtung Dresden ein Laster und ein Transporter in den Graben gerutscht. © Erik-Holm Langhof

Region Döbeln. Der Neuschnee sorgte am Dienstag für Behinderungen auf den Straßen in der Region Döbeln. Sowohl auf Landstraßen als auch auf den Autobahnen 4 und 14 kam es aufgrund von Unfällen und der Witterung zu Problemen. Schwerpunkte waren die Umgehungsstraße in Leisnig sowie die Autobahn 14 in Richtung Dresden nahe der Anschlussstelle Döbeln-Ost.

Auf der Autobahn waren aufgrund von Glätte ein Laster sowie ein Mercedes-Transporter nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in den Graben gerutscht. Der 60-jährige deutsche Sprinter-Fahrer sowie der 28-jährige polnische Lkw-Fahrer haben sich anschließend selbst aus den Fahrzeugen befreit. Ein Rettungswagen hat sie zur Untersuchung mitgenommen.

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Mit ausgerückt waren die Kameraden der Döbelner Feuerwehr. Sie sicherten die Unfallstelle ab und schauten bei den Fahrzeugen nach ausgelaufenen Betriebsstoffen. Die rechte Spur der Autobahn war in Richtung Dresden aufgrund des Unfalls für mehr als eine Stunde gesperrt worden. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfall aufgenommen.

Bei diesem Unfall an der Autobahn 14 nahe der Anschlussstelle Döbeln-Ost sind nach Angaben eines Reporters vor Ort zwei Personen verletzt worden.
Bei diesem Unfall an der Autobahn 14 nahe der Anschlussstelle Döbeln-Ost sind nach Angaben eines Reporters vor Ort zwei Personen verletzt worden. © Lars Halbauer

Darüber hinaus gab es bis gegen 10 Uhr laut den Verkehrsmeldungen der Polizei Behinderungen auf der A14 in Fahrtrichtung Leipzig zwischen den Anschlussstellen Döbeln-Nord und Leisnig. Grund war hier ein Unfall auf dem linken Fahrstreifen.

Die Polizeidirektion Dresden, die für die A14 bis zur Anschlussstelle Döbeln-Nord zuständig ist, meldete für diesen Abschnitt am frühen Nachmittag acht Unfälle. „Verletzt wurde dabei niemand“, äußerte sich Rocco Reichel von der zuständigen Pressestelle.

Auf der Autobahn 4 war laut den Verkehrsmeldungen ein Fahrzeug zwischen Berbersdorf und Siebenlehn in Richtung Dresden liegengeblieben. Gegen 9 Uhr war die Autobahn an der Stelle aber wieder frei. Es kam zu Behinderungen und Staugefahr.

Zudem war in derselben Richtung die Ausfahrt Siebenlehn blockiert. Auch hier stand ein Fahrzeug quer. Zwischenzeitlich war die Ausfahrt wieder frei. gegen Mittag meldete die Polizei dort erneut ein querstehendes Fahrzeug, dieses Mal einen Lkw, der die Ausfahrt blockierte.

34-Jähriger bei Leisnig verletzt

Eine weitere Person wurde bei einem Unfall auf der S 34 im Bereich Naunhof verletzt. Der 34-jährige Fahrer eines Mazda kam dort bei winterlichen Verhältnissen nach rechts von der Fahrbahn ab und verunglückte, informierte Daniela König von der Polizeidirektion Chemnitz. Der Fahrer sei dabei leicht verletzt worden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens belief sich nach Polizeiangaben auf insgesamt rund 5.000 Euro.

Bis gegen 8 Uhr am Vormittag waren der Polizei fünf Unfälle im Bereich Döbeln gemeldet worden. Neben dem Unfall bei Leisnig gab es bis dahin keine weiteren Personenschäden, so König.

So war unter anderem auf der S 41 bei Gallschütz ein Auto in den Graben gerutscht. An der B169 hatte es im Bereich der Abfahrt nach Masten einen Unfall zwischen einem Laster und einem Auto gegeben. Die Höhe des Sachschadens hier betrug nach Angaben von Daniela König rund 2.000 Euro.

Autobahnzubringer bei Leisnig blockiert

Auf der Leisniger Umgehungsstraße, dem Zubringer zur Autobahn 14, ging am Vormittag fast nichts mehr. Die Laster scheiterten an der Steigung zwischen Polkenberg und dem Gewerbegebiet. Diesen Bereich sollten auch Pkw umfahren. Selbst das Winterdienstfahrzeug der Firma Pohl konnte da nicht viel ausrichten.

An der Chemnitzer Straße in Leisnig war ein VW in den Straßengraben gerutscht. Der Fahrer war in Richtung Innenstadt unterwegs. Er ist nach Angaben eines Reporters unverletzt geblieben.

An der Chemnitzer Straße in Leisnig ist ein VW in den Straßengraben gerutscht.
An der Chemnitzer Straße in Leisnig ist ein VW in den Straßengraben gerutscht. © Dietmar Thomas
Auf der Umgehungsstraße bei Leisnig blockierten liegengeblieben Laster den Verkehr.
Auf der Umgehungsstraße bei Leisnig blockierten liegengeblieben Laster den Verkehr. © Lars Halbauer
Selbst das Winterdienstfahrzeug der Firma Pohl kann an der Leisniger Umgehungsstraße nichts machen.
Selbst das Winterdienstfahrzeug der Firma Pohl kann an der Leisniger Umgehungsstraße nichts machen. © Dietmar Thomas

Weiterhin informierte die Polizei gegen 9.15 Uhr über einen querstehenden Laster auf der S36 zwischen Marbach und Nossen. Auch dort kommt es zu Behinderungen.

Leichte Verspätungen im ÖPNV

Im Busverkehr von Regiobus Mittelsachsen gab es aufgrund der Wetterlage vereinzelt "moderate Verspätungen", wie Henning Schmidt, Fachbereichsleiter Verkehr, auf Nachfrage sagte.

So war zum Beispiel die Linie 750, der Plusbus zwischen Freiberg und Döbeln, der über Großschirma, Nossen und Roßwein fährt, nach Angaben einer Nutzerin am Vormittag knapp 15 Minuten später gefahren als im Normalbetrieb.

Sollte es jedoch weiter zu Verwehungen kommen oder Laster die Straßen blockieren, dann könnte auch der Busverkehr ins Stocken geraten, äußerte sich Schmidt.

Relativ ungestört lief der Bahnverkehr am Dienstag weiter.

Winterdienst seit 3 Uhr im Einsatz

Nach Angaben des Landkreises sind derzeit 48 Fahrzeuge im Winterdienst auf den Bundes-, Staats- und Kreisstraßen in Mittelsachsen unterwegs, um Schnee zu räumen und Salz zu streuen. Gegen 3 Uhr haben die Straßenmeistereien mit ihrem Winterdiensteinsatz begonnen. Knapp 100 Beschäftigte der Meistereien sowie von beauftragten Firmen waren am Dienstag im Kampf gegen den Schnee im Einsatz.

Die externen Partner sind vertraglich für die Saison gebunden und unterstützen den Landkreis im Winterdienst. Rund 1.600 Kilometer Straße sind in Mittelsachsen zu betreuen.

"Der Straßenbetriebsdienst des Landkreises appelliert an die Kraftfahrer ihre Fahrweise entsprechend anzupassen, teilweise kommt es durch den Wind auch zu Schneeverwehungen", heißt es in einer vorliegenden Mitteilung des Landratsamtes.

Zwischen Montag 6 Uhr und Dienstag 6 Uhr waren 115 Tonnen Salz auf den Straßen in Mittelsachsen gestreut worden. "Derzeit sind die Lager in den Meistereien für diese Wetterlage gut gefüllt", äußert sich der Landkreis.

Nach wie vor sind in Mittelsachsen einige Straßen aufgrund von Schneebruch gesperrt. In der Region Döbeln betrifft dies die Kreisstraße 7535 im Bereich Stockhausen bis zum Abzweig K7532. Im Bereich Geringswalde ist weiterhin die Kreisstraße zwischen Arras und Holzhausen nicht nutzbar. Auch die Gartenstraße im Bereich des Stadtwäldchens in Hartha sowie der Park an sich bleiben gesperrt.

Stromausfall bei Leisnig und Döbeln

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Aufgrund der Witterung war in einigen Teilen des Altkreises am Vormittag zudem der Strom ausgefallen. Im Raum Leisnig waren mehr als 3.000 Kunden betroffen. Auch im Bereich Döbeln gab es einen kurzen Aussetzer bei der Stromversorgung.

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 12. Januar, um 15.45 Uhr aktualisiert.

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