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Versöhnliches Saison-Ende für die Orgis-Brüder

Beim letzten Rennen der Moto-Europameisterschaft in Valencia erlebt der Rennstall nochmals sämtliche Gefühlslagen. Und feiert einen Podestplatz.

Von Thomas Riemer
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familienintern lieferten sich Kevin und Leon Orgis auf der Piste von Valencia wieder einmal ein kleines „Bruderduell“. In der Endabrechnung reichte es für Kevin (44) zum 3. Platz. Leon wurde Gesamtfünfter.
familienintern lieferten sich Kevin und Leon Orgis auf der Piste von Valencia wieder einmal ein kleines „Bruderduell“. In der Endabrechnung reichte es für Kevin (44) zum 3. Platz. Leon wurde Gesamtfünfter. © Foto: ORM

Striegistal. Es ist eine bewegte Saison, die auch in diesem Jahr die Teammitglieder des ORM-Rennstalls in Striegistal hinter sich gebracht haben. Mitte November ging nun das finale Rennen zur Moto2 STK 600-Europameisterschaft im spanischen Valencia über die Bühne. Und die Brüder Kevin und Leon Orgis hatten durchaus noch Ambitionen auf vordere Ränge.

Zunächst aber waren sie froh, nach der langen Pause überhaupt wieder auf den Bikes zu sitzen. In den freien Trainings kam Leon auf Anhieb gut zurecht. "Bei Kevin wollte das Bike mal wieder nicht so, wie wir es wollten", beschreibt Vater und Manager René Orgis das Szenario. Am Ende wechselte das Team für Kevin auf das Ersatzbike, damit er überhaupt zum Fahren kam. Die Qualifyings von Valencia waren dann vom Regen geprägt. Hier überraschte Leon mit Startplatz 2, Kevin konnte das Ersatzbike auf den 6. Platz steuern.

Motor löst sich in seine Bestandteile auf

So ging es dann am Sonntag ins Rennen. Die Bedingungen waren trocken. Leon verlor beim Start, konnte aber dann ein gutes Tempo gehen. Kevin hatte einen guten Start, merkte aber schnell, dass ihm die Fahrzeit bei trockenen Bedingungen aus dem freien Training fehlte.

Als Leon - auf Platz 4 liegend - sechs Runden vor Schluss auf die Zielgerade bog, löste sich sein Motor mit einer großen Rauchwolke in seine Bestandteile auf. Aufgrund der Ölspur wurde das Rennen abgebrochen und entsprechend der letzten gefahrenen Runde gewertet. Zu diesem Zeitpunkt war Leon Vierter, Kevin Neunter.

Somit stand auch fest, dass Kevin am Ende in der Gesamtwertung auf einem starken dritten Platz und Leon auf Platz 5 landen würden. So waren am Ende dann doch alle happy.

Fazit: Es war eine schwierige Saison. Umso mehr freuen wir uns über Kevins 3. Gesamtrang. Leon hat ebenfalls starke Rennen gezeigt und muss mit Platz 5 nicht unzufrieden sein. "Dass uns die Technik das eine oder andere Podest verwehrt hat , wissen wir, lässt sich aber nicht mehr ändern", so René Orgis. Das Team hätte mehr Tests benötigt, doch das Budget seit begrenzt und habe einfach nicht mehr zugelassen. "Umso höher schätze ich die Leistung der beiden Jungs ein", so René Orgis.