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Viereinhalb Wassereimer Blut gespendet

Das Blut der Gruppe 0 von Frank Korn aus Döbeln ist gefragt. Seit Beginn der Pandemie ist jeder Blutstropfen gefragt, aber kaum vorhanden.

Der Sächsische.de-Redakteur Frank Korn spendet bereits seit 41 Jahren Blut.
Der Sächsische.de-Redakteur Frank Korn spendet bereits seit 41 Jahren Blut. © Foto/Archiv: Dietmar Thomas

Region Döbeln. Drei bis vier Mal pro Jahr spendet Frank Korn Blut. Und das bereits seit 1980. Inzwischen hat er schon 90 Mal auf einer der Liegen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gelegen. Dabei wurde ihm jeweils ein halber Liter Blut abgezapft. Das sind insgesamt 45 Liter oder viereinhalb Wassereimer.

Er war bei der Armee, als nach einem Notfall Blutspender gesucht wurden. So kam es zur ersten Spende. Und er ist dabei geblieben. Immer beim DRK. „Es ist eine Blutspende“, sagt er und betont dabei das Wort Spende. „Dafür will ich kein Geld.“

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Einmal habe es in den 41 Jahren eine längere Unterbrechung gegeben. Der Grund: Heuschnupfen. „Ich habe gedacht, dass man dadurch nicht spenden kann. Aber wenn keine Beschwerden auftreten, ist das trotzdem möglich“, erklärt Korn.

Blutspender halten sich zurück

Seit der Wende ist er ein regelmäßiger Spender – auch in Pandemiezeiten. Seine Blutgruppe Null ist die Zweithäufigste in Europa und deshalb das Blut sehr gefragt. Der 58-Jährige war selbst an Corona erkrankt und hat anschließend als nachweislich Genesener Blut gespendet. „Ohne Symptome ist das vier Wochen nach der Quarantäne wieder möglich“, sagt er.

Bei dem Termin im März sei bereits deutlich geworden, dass sich die Blutspender in der Pandemie sehr zurückhalten. Und die Situation hat sich nicht gebessert. „Die Versorgung mit lebensrettenden Blutpräparaten ist äußerst angespannt“, erklärt Kerstin Schweiger, Pressesprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost.

Hintergrund seien die Lockerung der Pandemieeinschränkungen und das warme Sommerwetter. Beides trage dazu bei, dass die Prioritäten in der Freizeitgestaltung der potenziellen Spender derzeit nicht bei der Blutspende liegen. Zudem beginnen bald die Sommerferien. „Auch die kurze Haltbarkeit von Blutpräparaten trägt zur Verschärfung der Situation bei“, so Kerstin Schweiger.

Prominente verzichten in sozialen Medien auf drei Buchstaben

Das DRK appelliert daher an alle gesunden Menschen ab 18 Jahren, sich in den kommenden Tagen und Wochen an den Blutspendeaktionen zu beteiligen, um die Versorgung der Patienten lückenlos gewährleisten zu können.

Um mehr Menschen für die Blutspende zu gewinnen, verzichten in dieser Woche viele Organisationen, Unternehmen und Personen des öffentlichen Lebens in ihren Social Media Beiträgen auf die Buchstaben A, B und O – stellvertretend für die benötigten Blutgruppen A, B und Null. Zu diesen Akteuren gehören auch die Sportler Maria Höfl-Riesch, Alexandra Popp, David Alaba, Fabian Hambüchen und Mats Hummels.

So geht's zur Spende

  • Notwendig ist eine Online-Terminreservierung unter www.terminreservierung.blutspende-nordost.de.
  • Alle Termine gibt‘s im Internet unter www.blutspende-nordost.de.
  • Blutspender sollten zum Termin den Personal- oder Blutspendeausweis, die Einladungsschreiben des DRK oder die Terminbestätigung dabei haben.
  • Nach einer Impfung mit den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen gegen Corona ist eine Blutspende am Tag nach der Impfung möglich, sofern sich der Geimpfte gesund fühlt.
  • Fragen zur Blutspende und dem Corona-Virus werden unter www.blutspende-nordost.de/informationen-zum-coronavirus beantwortet.

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