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Waldheim: Fragen zu neuen Corona-Regeln

Die Kommune hofft auf klare Richtlinien in der neuen Allgemeinverfügung. Zu viele Dinge sind noch unklar.

Der Entwurf zu den neuen Corona-Regeln wirft bei der Waldheimer Stadtverwaltung noch viele Fragen auf. Deshalb hat sie sich an den Sächsischen Städte- und Gemeindetag gewandt.
Der Entwurf zu den neuen Corona-Regeln wirft bei der Waldheimer Stadtverwaltung noch viele Fragen auf. Deshalb hat sie sich an den Sächsischen Städte- und Gemeindetag gewandt. © Dietmar Thomas

Waldheim. Die Stadtverwaltung Waldheim hat sich an den Sächsischen Städte- und Gemeindetag (SSG) gewandt. Aus deren Sicht sind im Entwurf der neuen Allgemeinverfügung wegen Corona noch viele Fragen offen.

„Wie ist das zum Beispiel, wenn eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wird?“, fragt Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). „Gilt die dann auch zu Silvester?“ Einerseits werde Silvesterfeuerwerk verkauft, andererseits sollen die Menschen ab 22 Uhr nicht mehr rausdürfen. Das passe nicht zusammen. „So richtig nachvollziehbar ist das auch für die Menschen nicht“, findet Ernst.

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Ähnlich verhalte es sich mit den Wochenmärkten. Das Stadtoberhaupt vermutet, dass diese wie beim Lockdown im Frühjahr wieder auf Frischemärkte reduziert werden, auf denen nur Lebensmittel verkauft werden dürfen. Klar geregelt sei das allerdings bisher nicht.

Offen sei überdies, ob die Baumärkte wieder schließen müssen. „Ich würde es begrüßen, wenn es nicht so kommt“, sagt Ernst. „Wenn die Leute nicht mehr oder nur mit triftigem Grund aus dem Haus dürfen, könnte der eine oder andere zu Hause seinem Hobby nachgehen und dafür Material besorgen.

Begrüßen würde Ernst überdies, wenn Geschäfte der Kommunikationstechnik weiter offen bleiben dürften. „Wenn gerade in dieser Situation das heimische Telefon ausfällt, sollte eine Reparatur oder ein Austausch auf schnellem Wege möglich sein“, so das Stadtoberhaupt.

Ernst hofft, dass sich mit dem für Freitag geplanten Beschluss der Allgemeinverfügung für den Freistaat Sachsen diese Fragen klären lassen. Zudem wünscht er sich vom SSG, der in die Ausarbeitung involviert sei, Unterstützung.

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