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Waldheims Fenster als Riesenkalender

Ob es in Waldheim einen Weihnachtsmarkt gibt, bleibt ungewiss. An einem anderen Brauch wird festgehalten.

Im vergangenen Jahr gestalteten auch „Dierbooks“ in ihrem Geschäft auf dem Waldheimer Obermarkt im Advent ein Schaufenster. Claudia Dennhardt zeigt hier ein Ausstellungsstück.
Im vergangenen Jahr gestalteten auch „Dierbooks“ in ihrem Geschäft auf dem Waldheimer Obermarkt im Advent ein Schaufenster. Claudia Dennhardt zeigt hier ein Ausstellungsstück. © Dietmar Thomas

Wegen Corona ist Manches anders. Manches kann und soll aber auf jeden Fall bleiben. Das sagt Kathrin Schneider, CDU-Stadträtin und Vorsitzende des Fördervereins zur Sanierung der Stadtkirche. 

Sie meint damit den Schaufenster-Adventskalender, der im vergangenen Jahr auf eine überaus positive Resonanz gestoßen ist. „Viele Familien pilgerten in der Weihnachtszeit mit  dem Faltblatt durch die Stadt, um die liebevoll ausgedachten Dekorationen in den Fenstern zu bewundern“, sagt sie.

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Alle Waldheimer können mitmachen

Dabei wollen die Organisatoren auch dieses Mal nicht allein die Händler ansprechen. „Jeder kann mitmachen, der bereit ist, ein Fenster weihnachtlich zu dekorieren.

 Das kann auch im ersten oder zweiten Obergeschoss ein weithin sichtbar leuchtender Stern sein.“ Den Tag, an dem das Fenster symbolisch geöffnet wird, könnten sich die Interessenten aussuchen. „Soweit der jeweilige Tag noch verfügbar ist, werden wir die Wünsche berücksichtigen“, so Kathrin Schneider.

Leere Schaufenster können vermittelt werden

Das Fenster bekomme vor dem 1. Dezember eine Zahl und bleibt dann wie eine Tür geschlossen, bis das entsprechende Datum erreicht ist. Es sollte aber ein kleines Lämpchen bekommen, um im Dunkeln erkennbar zu sein. Am jeweiligen Tag werde die Tür dann geöffnet. „Leere Schaufenster könnte ich gegebenenfalls vermitteln“, so Kathrin Schneider. Überdies seien die Zahlen 1 bis 24 bereits vorhanden.

Und was kann sich hinter den Türchen verstecken? „Ein Weihnachtsbild, eine Weihnachtsgeschichte, das Lieblingsrezept oder ein schöner Spruch. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“, so Kathrin Schneider. In einem leeren Schaufenster oder Fenster im Erdgeschoss gebe es die Möglichkeit, Themenfenster zu gestalten.

Geschmückte Orgelpfeifen

Der Förderverein der Stadtkirche hat dafür schon eine ganz konkrete Idee. „Wir gestalten ein Orgelfenster“, verrät Kathrin Schneider. Weihnachtlich geschmückte Orgelpfeifen sollen darin zu sehen sein.

Die Dekoration könne sie sich aber auch mit altem Kinderspielzeug, der Sammlung von Feuerwehrautos, einer besonders schönen Pyramide oder einer Armee aus Nussknackern vorstellen. Kathrin Schneider bietet denjenigen, die das Projekt gut finden, aber keine Idee oder Materialien haben, ihre Unterstützung an.

Wer Interesse bei der Umsetzung des diesjährigen Waldheimer Adventskalenders hat, kann sich bis spätestens 31. Oktober bei Kathrin Schneider melden.

Winterdorf mit vielen Fragezeichen

Angesichts steigender Corona-Zahlen steht fest, dass es einen Weihnachtsmarkt, wie ihn die Waldheimer kennen, in diesem Jahr nicht geben kann. Mittlerweile sind auch die Planungen für das Winterdorf auf dem Oberwerder mit vielen Fragezeichen versehen.

„Wir werden in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen müssen. Die Händler brauchen Planungssicherheit“, sagte Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) auf Nachfrage. Niemand könne aus heutiger Sicht genau sagen, wie sich die Zahlen weiter entwickeln. „Es sind nur noch sechs Wochen bis zum zweiten Adventswochende.“ An diesen Tagen haben sich die Waldheimer traditionell schon seit vielen Jahren mit dem ihrem historischen Weihnachtsmarkt auf die Feiertage eingestimmt.

E-Mail: [email protected]

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