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Warum es beim Wohngebiet Mochau Nord hakt

Eigentlich sollte nach mehr als 25 Jahren das Gebiet zu Ende erschlossen werden. Aber dann kam etwas dazwischen.

Seit 2019, als dieses Foto aufgenommen wurde, hat sich an der Situation im geplanten Wohngebiet Mochau Nord nichts geändert. Der Abwasserkanal ist verlegt, aber die Straße fehlt.
Seit 2019, als dieses Foto aufgenommen wurde, hat sich an der Situation im geplanten Wohngebiet Mochau Nord nichts geändert. Der Abwasserkanal ist verlegt, aber die Straße fehlt. © Archiv/Jens Hoyer

Döbeln. Vor zwei Jahren war ein neuer Anlauf genommen worden, das Wohngebiet „Mochau Nord“ nun endlich mal zu einem glücklichen Ende zu bringen.

Der Bebauungsplan, den die Stadt Döbeln von der Gemeinde Mochau übernommen hat, stammt aus dem Jahr 1995. Ihn kann man auf der Internetseite der Stadt anschauen. Dort sind die Straßen und Baufelder eingezeichnet, die es bis heute nicht gibt. Nur die Abwassersammler waren seinerzeit noch verlegt worden, bevor der Bauträger pleite ging. Am Rande des Baufeldes, wo es schon öffentliche Straßen gibt, waren einige Häuser gebaut worden. Dahinter beginnt die Wildnis.

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Bauland ist heute gefragt. Vor zwei Jahren hatten die Firma California Trab und Immobilienhandel in Wermsdorf einen neuen Anlauf genommen, die Erschließung des Wohngebietes zu Ende zu bringen. Die bestehende Abwasseranlage war nach einer Überprüfung an den Abwasserzweckverband abgegeben worden.

Nur die Erschließungsstraße fehlt

„Es ist schade, dass es dort nicht weitergeht. Es gibt einen rechtskräftigen Bebauungsplan und eine Abwasserleitung. Nur die Erschließungsstraße fehlt“, sagte Döbelns Baudezernent Thomas Hanns. Um mit der Erschließung starten zu können, müsste der Bauträger einen Erschließungsvertrag mit der Stadt abschließen.

Das ist noch nicht passiert, aber zumindest die Grundlage ist gelegt, sagte Rainer Krause, der in das Projekt involviert ist. „Die Unterlagen der Erschließungsplanung sind fertig und sollten der Stadt vorgelegt werden“, so Krause. Allerdings war der Geschäftsführer der Firma schwer erkrankt, das Projekt liege deshalb auf Eis. „Ich würde es begrüßen, wenn die Stadt das übernimmt“, sagte Krause.

Auf dem Gelände würden etwa 30 Baugrundstücke zur Verfügung stehen, wenn die ursprünglich geplanten kleinen Flächen zusammengelegt würden. Die Parzellen hätten dann 600 bis 1.000 Quadratmeter Größe.

Eigentumsverhältnisse in Zschackwitz bereinigt

Ebenfalls keinen Fortschritt gibt es in Zschackwitz, wo Krause als Liquidator der Firma Burg Buschdorf Bauträger Verwaltungs GmbH agiert hatte, der das Gelände des ehemaligen Bauhofs gehört. Dort war vor einigen Jahren auf der einen Seite der Straße schon ein kleines Wohngebiet entstanden. Auf dem Bauhofgelände selbst war zwar aufgeräumt worden, aber von einer Wohnbebauung an dieser Stelle ist noch lange nicht s zu sehen.

Der Fall liegt ähnlich wie in Mochau. Auch für Zschackwitz gibt es einen gültigen Bebauungsplan. Allerdings waren die Eigentumsverhältnisse wegen eines auf dem Gelände lastenden Grundpfandrechtes nicht klar. Das ist nach Krauses Aussagen mittlerweile aber bereinigt.

Dort wären allerdings die Gebäude des ehemaligen Bauhofs abzureißen. Ein Teil des Grundstücks in Bachnähe sei wegen des ungünstigen Baugrunds nicht nutzbar, sagte Krause. „Am einfachsten wäre es, wenn man das Wohngebiet von der anderen Seite an dieser Stelle noch einmal spiegeln würde“, sagte Krause.

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