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Was Ostraus Bürgermeister stolz macht

Im abgelaufenen Jahr hat sich in der Gemeinde einiges getan. Doch auch die Vorhaben für 2021 haben es in sich.

Die Gestaltung des Dorfplatzes in Schrebitz ist im Jahr 2020 begonnen worden und wird im neuen Jahr zu Ende geführt.
Die Gestaltung des Dorfplatzes in Schrebitz ist im Jahr 2020 begonnen worden und wird im neuen Jahr zu Ende geführt. © Dietmar Thomas

Ostrau. Fragt man den Ostrauer Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) nach den wichtigsten Investitionen im Jahr 2020 in seiner Gemeinde, muss man mit einer längeren Antwort rechnen.

So war zum Beispiel Freitag, der 13. November ein guter Tag. Die Gemeinden Ostrau und Großweitzschen feierten gemeinsam den Spatenstich zum Breitbandausbau. Im Ortsteil Delmschütz hatten sich neben den Bürgermeistern Dirk Schilling und Jörg Burkert (parteilos) auch Vertreter beider Gemeinderäte und des Landratsamtes sowie Bundestags- und Landtagsabgeordnete getroffen.

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Projekt landet auf Prioritätenliste

Dabei konnte Schilling gleich auf ein bedeutsames Straßenbauprojekt aufmerksam machen, denn die Straße in Delmschütz stand schon lange auf der Tagesordnung. Auch für dieses Jahr sah es durch den Förderstopp des Sächsischen Verkehrsministeriums zunächst nicht gut aus. Doch der Abwasserzweckverband (AZV) Döbeln-Jahnatal verlegte die Schmutz- und Regenwasserleitung neu und die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft baute eine neue Trinkwasserleitung ein.

Damit landete das Projekt auf eine Prioritätenliste des Freistaates und konnte umgesetzt werden, die Gemeinde kann mit einer 70-prozentigen Förderung rechnen. Dabei fielen die Kosten deutlich geringer aus als geplant. 219.000 Euro, davon 28.000 Euro für die Planung, waren veranschlagt worden. Der Auftrag ging jedoch für 125.000 Euro an die Firma LFT Tiefbau Ostrau.

Als weitere wichtige Straßenbaumaßnahmen nennt Dirk Schilling die Sanierung der „Rampe“ in Ostrau für etwa 89.000 Euro, der Schlossstraße in Noschkowitz und der Straße Am Kalkofen in Obersteina (50.800 Euro).

Sportplatz umfassend saniert

Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Sanierung des Sportplatzes in Ostrau. Die schlug mit 248.600 Euro zu Buche, davon 200.000 Euro Fördergeld. Unter anderem sind eine 100-Meter-Sprintbahn sowie eine Weitsprunganlage gebaut worden, die vor allem für den Schulsport genutzt werden. Zuvor waren um den Trainingsplatz ein Ballfangnetz errichtet und der Sportplatz insgesamt umzäunt worden. Zudem wurde die Flutlichtanlage für 108.000 Euro (davon 81.000 Euro Fördergeld) erneuert. Doch damit ist noch nicht Schluss. „Es ist wichtig, dass auch der Neubau des Vereinsheims angeschoben ist. Dieses Projekt wird 2021 umgesetzt“, sagte Schilling.

Auch in der Grundschule und der Kindertagesstätte Ostrau hat sich einiges getan. Auf dem Hof der Schule wurde eine neue Rutsche gebaut, im Schulgebäude wurde der Schallschutz verbessert. Zudem erhielt die Schule Tablets, um den digitalen Unterricht zu verbessern. In der Kita wurde eine neue Wasserenthärtungsanlage eingebaut, außerdem der Containerstellplatz neu gestaltet. Zudem wurde der Spielplatz der Kita aufgewertet, ebenso wie einige Spielplätze in anderen Ortsteilen.

Neue Fahrzeuge für die Feuerwehr

Ganz wichtig sind dem Bürgermeister die beiden neuen Fahrzeuge, die für die Feuerwehren in Rittmitz und Schrebitz angeschafft werden konnten. Über 342.000 Euro wurden dafür ausgegeben, wobei knapp 279.000 Euro durch Fördergeld finanziert wurde. „Es war schön zu sehen, wie groß die Freude bei den Kameraden darüber war“, sagte Schilling. Für die Versorgung mit Löschwasser sei die Sanierung des Teiches in Auerschütz wichtig gewesen.

In Auerschütz wurde der Feuerlöschteich saniert.
In Auerschütz wurde der Feuerlöschteich saniert. © Dietmar Thomas

Trotz der Corona-Pandemie und diverser Lockdowns haben in der Gemeinde einige Veranstaltungen stattgefunden. Gern denkt Dirk Schilling an den Neujahrsempfang, an den Krimiabend im „Wilden Mann“, an den Frühjahrsputz, das Sommerkino und das Kartoffelfest zurück. Diese Ereignisse seien auch wichtig für den Zusammenhalt der Menschen gewesen.

Mehrere Straßenbaumaßnahmen geplant

Der Bürgermeister hofft, dass sich das Leben im Jahr 2021 möglichst schnell wieder normalisiert, auch wenn dies aufgrund der Corona-Krise sicher nicht gleich passieren wird. Nichtsdestotrotz sind auch im neuen Jahr wieder einige Investitionen geplant. Auf der Liste der Straßenbaumaßnahmen stehen unter anderem die Goldhausener Straße in Jahna, die Berghäuser Straße in Kiebitz und die Kreisstraße zwischen Merschütz und Kattnitz.

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Neben dem bereits angesprochenen Neubau des Vereinsheims des SV Ostrau geht auch die Umgestaltung des Dorfplatzes in Schrebitz weiter. Zudem sollen die Straßenbeleuchtungen in Obersteina, Jahna und Rittmitz erneuert werden. Aber auch die Beseitigung einiger Schandflecke wie der Gasthof Jahna und die „Grüne Aue“ in Obersteina stehen auf der Agenda.

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