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Was sich die Ziegraer wünschen

Die Ortsteile müssen finanziell kleinere Brötchen backen. Eine Vereinbarung mit der Stadt Döbeln ist ausgelaufen.

Die Ortsteile um Ziegra sind vor
Die Ortsteile um Ziegra sind vor © Dietmar Thomas

Döbeln. Vor acht Jahren waren die Ortsteile um Ziegra zu Döbeln gekommen. Seitdem hatte der Ortschaftsrat um Helga Busch und später um Arndt Patzig ganz gut von der „Hochzeitsprämie“ leben können.

Wie Ebersbach standen den Ortschaften für sieben Jahre die Einnahmen aus den Envia-Aktien der ehemaligen Gemeinde Ziegra-Knobelsdorf zur Verfügung. Im vergangenen Jahr war das letzte Geld aus dieser Quelle verbaut worden, sagte Patzig, der in der Ortschaftsratssitzung Bilanz gezogen und einen Ausblick aufs neue Jahr genommen hatte.

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Seit 2019 hatten sich die Ortschaftsräte regelmäßig aufs Rad geschwungen und waren in den Orten unterwegs gewesen, erzählte Patzig. Allein im vergangenen Jahr waren es drei Touren gewesen. „Dabei haben wir einiges entdeckt, das wir uns auf den Plan genommen haben“, sagte er. 2020 hatten noch einige dieser Ideen umgesetzt werden können – kleinere und größere. Im Park am Ziegraer Rittergut etwa hatten einige Bäume gefällt werden müssen. Jetzt wurden fünf neue gepflanzt. „Drei kommen noch dazu“, sagte Patzig. Auch an den Teichen in Ziegra sollen noch ein paar Bäume in die Erde kommen.

Sportgeräte für Senioren in Töpeln

Mit der Stadtverwaltung habe der Ortschaftsrat abgesprochen, welche Vorhaben noch realisiert werden können. Zwei betreffen den Ortsteil Töpeln. Dort werden auf dem Spielplatz am Feuerwehrgerätehaus zwei Seniorensportgeräte aufgestellt. Die gibt es auch auf dem Mehrgenerationensportplatz des DSC in Döbeln Ost. „Die Geräte sind bestellt. Sie sind ganz ähnlich wie die in Döbeln“, sagte Patzig.

Ein Vorhaben, das ebenfalls kurz vor der Realisierung steht, sei eine Schallschutzdecke für den Versammlungsraum im Feuerwehrgerätehaus Töpeln. „Der Lärm ist unerträglich, wenn viele Leute im Raum sind“, sagte Patzig. Gute Erfahrungen hatte Ebersbach mit Schallschutz im Dorfgemeinschaftshaus gemacht.

Ab diesem Jahr muss Ziegra kleinere Brötchen backen. Die Ortsteile bekommen von der Stadt aber ein Budget, mit dem sie arbeiten können. „Wir werden sehen, was wir für Geld bekommen“, sagte Patzig. Auf jeden Fall sollen weiter die Vereine unterstützt werden, die wichtig fürs Kulturleben in den Orten sind und die nach der Corona-Krise wieder auf die Beine kommen müssten.

Ortschaftsrat wünscht sich Fußweg

In den Orten um Ziegra gibt es fünf Vereine und Interessengruppen, die vom Ortschaftsrat finanziell unterstützt werden. Neben dem Limmritzer Faschingsclub und dem Feuerwehrverein Limmritz sind das der Verein Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel, die Frauensportgruppe und die Interessengemeinschaft Alter Gasthof Ziegra.

Ein Wunsch des Ortschaftsrates sei, dass der Fußweg entlang der Straße von der ehemaligen Gemeindeverwaltung bis zum Gasthof durch die Stadt neu gebaut wird. „Daraus wird aber wohl nichts werden“, sagte Patzig. Der Fußwegbau in Ziegra sei vom Ausbau der Kreisstraßen durch den Landkreis Mittelsachsen abhängig, der erst in einigen Jahren vorgesehen ist.

Vielleicht, so Patzig, könnte es aber mit einem neuen Bohlenbelag an der Schrägseilbrücke in Wöllsdorf klappen. Der Holzbelag ist ziemlich verwittert. Ab der Fußgängerbrücke in Limmritz war der Belag im vergangenen Jahr durch den Bauhof der Stadt ersetzt worden. „Das ist sehr gut gemacht geworden“, sagte Patzig.

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