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Döbeln

Weihnachtsmann kommt mit dem Zug

Horst Junghanns hat in seinem Vorgarten einen Geschenke-Zug aufgestellt. Den finden nicht nur die Kinder toll.

Für die Kinder in Saalbach ist der Geschenke-Zug eine Attraktion. Er steht im Vorgarten von Horst Junghanns, der Lokomotive und zwei Hänger gebaut hat.
Für die Kinder in Saalbach ist der Geschenke-Zug eine Attraktion. Er steht im Vorgarten von Horst Junghanns, der Lokomotive und zwei Hänger gebaut hat. © Dietmar Thomas

Hartha/Saalbach. Der Weihnachtsmann betätigt sich als Lokführer, der Schneemann sitzt direkt hinter ihm auf der Lokomotive. Im ersten Waggon haben ein paar Weihnachtswichtel Platz genommen, auf dem zweiten Hänger sind die Geschenke aufgestapelt.

Der Geschenke-Zug von Horst Junghanns steht nicht etwa auf einem Bahnhof, sondern im Vorgarten seines Hauses in Saalbach. Das Gespann ist für die Kinder eine Attraktion. Sie klettern auch gleich mal über den kleinen Zaun, um sich den Zug genauer zu betrachten. Doch das ist für Horst Junghanns und seine Frau Gerlinde kein Problem, im Gegenteil sie freuen sich über das Interesse der jüngsten Saalbacher.

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Idee von einer Reise mitgebracht

Die Idee, solch einen Zug zu bauen, hat Horst Junghanns von Berndt Gückel. Der brachte die Idee von einer Reise nach Slowenien mit. Beim Besuch einer Firma, die Kürbisse verarbeitet, habe er einen Halloween-Zug gesehen. Gückel fotografierte den Zug und zeigte ihn seinem Nachbarn. „So etwas könnten wir doch auch mal machen“, habe Gückel gemeint.

Für Horst Junghanns war das ein gutes Stichwort. „Ich habe mich in die Scheune gesetzt, und den Zug gebaut“, sagt er. Als Material diente das Holz einer Birke, die umgefallen war. So fuhr im Herbst 2019 zunächst ein Halloween-Zug durch den Vorgarten. In der Adventszeit wurde dann ein Weihnachts-Zug daraus. Als Osterdekoration für den Vorgarten dient wiederum ein Traktor mit Hänger, den Horst Junghanns ebenfalls aus Holz gebaut hat.

Die Familien Junghanns und Gückel waren schon einige Male zusammen in Urlaub, erzählt Horst Junghanns. Im vergangenen Jahr sei die Reise nach Russland gegangen. „Nur gut, dass wir das gemacht haben. Wer weiß, ob das in nächster Zeit möglich wäre“, so der Saalbacher.

Junge Familien ziehen nach Saalbach

Horst Junghanns ist froh, dass er sich momentan ganz gut fühlt. „Ich habe schon einiges hinter mir“, sagt der 67-Jährige. Er spricht von Chemotherapie und Bestrahlung und dies und das. „Und ich lebe immer noch“, sagt er mit einem Lachen.

Er freue sich, dass sein Geschenke-Zug den Kindern gefällt. Überhaupt sei in den vergangenen Jahren wieder mehr „junges Volk“ zugezogen. „Es gab Jahre, da lebten überhaupt keine Kinder im Dorf, doch jetzt fängt sich Saalbach wieder“, sagt er.

Bei der Gelegenheit hat er gleich einen Hinweis. Der überdachte Rastplatz gegenüber seinem Haus ist in die Jahre gekommen. „Der steht schon bald 25 Jahre und fällt bald zusammen“, sagt Junghanns voraus. Vielleicht könne wie zuletzt in Gersdorf eine neue Sitzgruppe aufgestellt werden.

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