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Döbeln

Wenn fürs Netzwerk die Anschlüsse fehlen

Die Zschopaustadt arbeitet mit Hochdruck daran, die Schulen auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Das ist teilweise schwieriger als gedacht.

Das Computerkabinett in der sanierten Grundschule ist bereits auf einem guten technischen Stand. In Förder- und Oberschule sieht es dagegen nicht so gut aus.
Das Computerkabinett in der sanierten Grundschule ist bereits auf einem guten technischen Stand. In Förder- und Oberschule sieht es dagegen nicht so gut aus. © Dietmar Thomas

Gerade in der Corona-Pandemie ist einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig die Digitalisierung an den Schulen ist. Mit dem Thema beschäftigt sich die Stadt Waldheim schon seit geraumer Zeit.

Neben der Anschaffung der Technik gilt es auch die vorbereitenden Maßnahmen umzusetzen. In der Grundschule, die erst in den beiden zurückliegenden Jahren saniert worden ist, sei man damit schon sehr weit.

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Nun gelte es, auch in der Förder- und der Oberschule die Voraussetzungen zu schaffen, sagte Bauamtsleiter Michael Wittig bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Große Probleme gibt es damit in der Förderschule. Dort sind derzeit gar keine Netzwerkanschlüsse in den Unterrichtsräumen vorhanden.

Es existiert lediglich ein Medienkabinett im Dachgeschoss mit angrenzendem Serverraum. Diese Räumlichkeiten sind aber zu klein und nicht geeignet zur Umsetzung des Digitalpaktes und des Lehrplanes.

Neuer Server für die Förderschule

Es ist daher geplant, dass in der Förderschule in einem Vorbereitungsraum ein neuer Server aufgestellt wird. In den beiden Obergeschossen und dem Dachgeschoss sollen insgesamt 14 Unterrichtsräume mit Datenanschlüssen ausgestattet werden. Dabei sind auch Elektro-Anschlüsse neu zu verlegen und weitere brandschutztechnische Baumaßnahmen erforderlich.

Da die Baumaßnahme vorwiegend nur in den Sommerferien durchgeführt werden kann, wird diese in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Der erste Bauabschnitt soll bereits in diesem Jahr erfolgen. Der zweite Bauabschnitt ist für die Sommerferien 2022 geplant.

Obwohl die Waldheimer Förderschule in den nächsten Jahren saniert werden soll, ist es notwendig, diese Arbeiten bereits vorher auszuführen. „Es hat eine Begehung mit den Planern in der Förderschule gegeben. Dabei wurde eine Möglichkeit gefunden, die Leitungen fachlich richtig zu verlegen“, erklärte Wittig. Als Gesamtkosten stehen knapp 122.000 Euro zu Buche. Für dieses Jahr beträgt der Eigenanteil der Stadt etwa 23.000 Euro.

Anschlüsse reichen nicht aus

Große Anstrengungen sind auch für die Digitalisierung in der Waldheimer Oberschule notwendig. Dort ist derzeit in jedem Unterrichtsraum – außer in den Medienkabinetten – je ein Netzwerkanschluss für die digitale Tafel vorhanden. Dieser Anschluss entspricht jedoch nicht den Anforderungen, welche durch das Digitalpaket vorgegeben sind. Daher müssen zusätzlich in jedem Klassenraum weitere fünf Netzwerkanschlüsse errichtet werden. Dazu werden entsprechend viele Kabel von den Unterrichtsräumen zu den Verteilern gezogen.

Dabei müssen die Unterhangdecken und Wanddurchbrüche geöffnet und danach brandschutztechnisch geschlossen werden. Die acht Unterverteiler im Gebäude müssen erneuert werden. Die Unterverteiler werden mit Glasfaserkabel an den Server angeschlossen.

Technikraum im neuen Oberschul-Anbau

Der Server wird in dem Technikraum im neuen Anbau untergebracht. Der vorhandene Serverraum ist nicht ausreichend groß und verfügt über keine Klimatisierung. Auch diese Arbeiten werden jeweils während der Sommerferien ausgeführt.

Knapp 490.000 Euro sind dafür erforderlich. In diesem Jahr muss die Stadt einen Eigenanteil von knapp 61.000 Euro beisteuern. „Ich hoffe, dass es eine Aufstockung der Fördermittel gibt“, sagte Wittig. Bisher stehen für dieses Haushaltsjahr knapp 110.000 Euro für die Oberschule sowie knapp 43.000 Euro für die Förderschule zur Verfügung.

Die Eigenmittel, die die Kommune in Höhe von 23.000 Euro für die Förderschule und 61.000 Euro für die Oberschule aufwenden muss, werden aus den Rücklagen gedeckt.

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