merken
PLUS Döbeln

Westewitz: Polizei bestätigt Brandstiftung

Die Beamten schließen eine Selbstentzündung aus. Ein Gutachten über die Höhe des Schadens liegt noch nicht vor.

Im Kellergang dieses Wohnblocks in Westewitz hatte es am 9. September gebrannt. Für acht Bewohner wurden neue Bewohnungen zur Verfügung gestellt, die aber noch nicht bezugsfertig sind.
Im Kellergang dieses Wohnblocks in Westewitz hatte es am 9. September gebrannt. Für acht Bewohner wurden neue Bewohnungen zur Verfügung gestellt, die aber noch nicht bezugsfertig sind. © Dietmar Thomas

Großweitzschen. Der Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses in Westewitz vor vier Wochen ist gelegt worden.

Das hat die Kriminalpolizei Chemnitz gegenüber dem Großweitzschener Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos) bestätigt. „Es kann keine Selbstentzündung gewesen sein. Die Polizei geht eindeutig von Brandstiftung aus“, sagte Burkert während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Ob es eine Spur gebe, wer den Brand gelegt hat, darüber könne er sich nicht äußern, so Burkert.

Stars im Strampler aus Döbeln
Stars im Strampler aus Döbeln

Hier werden Fotos von Neugeborenen gezeigt, die aus Döbeln oder aus der Region kommen. Vielleicht ist auch Ihr Bild bald dabei?

Gemeinderat Sven Krawczyk (CDU) hatte in der September-Sitzung des Gemeinderates hinsichtlich der Brandursache Bedenken geäußert. „Der Kellergang war vor einigen Wochen nach einem Starkregen geflutet. Es war viel Müll drin. Der Brand könnte durchaus durch die Selbstentzündung einer Batterie entstanden sein“, hatte Krawczyk gesagt. Sein Anliegen sei es, dass die Brandursachenermittler zumindest von dem Wasserschaden erfahren.

Mieter müssen Geduld haben

Derweil warten die Mieter der beiden betroffenen Eingänge darauf, dass sie in ihre neuen Wohnungen ziehen können. Die Gemeinde hatte ihnen die Möglichkeit eingeräumt worden, sich leerstehende Wohnungen in den Häusern Am Waldrand anzusehen. „Davon haben auch alle Gebrauch gemacht“, sagte Burkert.

Diese acht Wohnungen werden nun so schnell wie möglich bezugsfertig gemacht. „Es liegen bisher Kostenvoranschläge vom Klempner, Elektriker und Maler vor“, sagte  Jörg Burkert. Es sei aber eine sehr langwierige Angelegenheit. Die Firmen seien meist ausgelastet. „Ich hätte es selbst gern schneller gehabt“, so der Bürgermeister. „Sind die Mieter gut untergebracht?“, wollte Gemeinderat Heiko Schmiedchen (Freie Wähler) wissen. Dies konnte Burkert bestätigen.

Gutachten steht noch aus

Um das Verfahren zu beschleunigen, habe sich die Gemeinde mit den Mietern darauf verständigt, dass die Schlüssel für die Wohnungen, die sie beziehen wollen, schon ausgegeben werden. „Wer dort schon selbst Hand anlegen will, kann das tun“, so Burkert. Einen Zeitpunkt, bis wann die Wohnungen hergerichtet sind, vermochte Burkert nicht zu nennen. „In einigen Wohnungen muss ein Fliesenleger ran. In diesem Bereich gibt es keine Kapazitäten“, so der Bürgermeister.

Die Wohnungen in den beiden Eingängen des Brandhauses sollen zunächst leer bleiben und nach dem Auszug der Mieter saniert werden. Von einer Firma sei ein Kostenvoranschlag eingegangen, was die Sanierung der Kelleranlagen angeht. Dieser sei zur Prüfung an die Versicherung weitergeleitet worden. Ein Gutachten über die Höhe des Schadens sei noch in Arbeit.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln