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WGF-Nachwuchs stemmt Wohnprojekt in Hartha

Das Haus an der Gartenstraße 10 sieht von außen unscheinbar aus. Doch dieser Eindruck täuscht gewaltig.

Die Auszubildende Wanda Wagner hat den Umbau in der Gartenstraße 10 von der Planung über den Bau bis hin zur Vermarktung begleitet und eine Projektarbeit darüber geschrieben.
Die Auszubildende Wanda Wagner hat den Umbau in der Gartenstraße 10 von der Planung über den Bau bis hin zur Vermarktung begleitet und eine Projektarbeit darüber geschrieben. © Dietmar Thomas

Hartha. Aus zwei Wohnungen eine zu machen ist heutzutage nicht unüblich. Auch bei der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt (WGF) Döbeln ist dies schon mehrfach praktiziert worden.

In Hartha hat sich die WGF aber an ein neues Projekt herangewagt. Aus insgesamt vier Wohnungen im Haus an der Gartenstraße 10 sind zwei Maisonettewohnungen entstanden.

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Den Mietern stehen jeweils etwa 93 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Im Untergeschoss sind Flur, Küche, Bad und Wohnzimmer angeordnet. Von Letzterem führt eine Treppe ins Obergeschoss. Dort sind ein Schlafzimmer für die Eltern mit Ankleideraum und zwei Kinderzimmer sowie eine weitere Toilette untergebracht.

Mieter nutzen Gestaltungsbonus

Die WGF hat etwa 75.000 Euro in den Umbau investiert. „Aber auch die zukünftigen Mieter haben ihren Beitrag geleistet“, sagte WGF-Vorstand Tino Hütter. Eine der Wohnungen ist an eine vierköpfige Familie vergeben. Werden Wohnungen saniert, für die es schon einen Mieter gibt, hat dieser die Möglichkeit, Wünsche zu äußern. Es gibt unter anderem verschiedene Farbmuster für den Fußbodenbelag. Darauf geachtet wird, dass das Innendekor mit der Farbe des Fußbodens und der Fliesen harmoniert.

„Die Mieter haben in diesem speziellen Fall von einem Gestaltungsbonus in Höhe von 1.000 Euro profitiert. So konnten sie eigene Wünsche umsetzen und mussten diese nicht komplett aus eigener Tasche bezahlen“, sagte Hütter.

Etwa ein halbes Jahr haben die beteiligten Firmen für den Umbau gebraucht. Das Haus war bereits von außen saniert, doch innen musste großer Aufwand betrieben werden, um die Pläne zu verwirklichen. „Unter anderem sind der Schornstein abgebaut und Wände abgerissen worden. Dabei musste gewährleistet werden, dass die Statik erhalten bleibt“, erklärte Uwe Ehrlich vom Team Vermietung der WGF.

Fußboden gewährleistet hohe Trittschalldämmung

Die Mühen haben sich aber auf alle Fälle gelohnt, findet Ehrlich. So sei das Bad so gestaltet worden, dass Badewanne und Dusche Platz finden. Außerdem wurden zwei Waschbecken angeordnet. „Bei einer vierköpfigen Familie ist das sicherlich nicht unpraktisch“, so Uwe Ehrlich.

Das Wohnzimmer ist mit knapp 30 Quadratmetern sehr geräumig, auch wenn durch die Treppe, die ins Obergeschoss führt, etwas Platz verloren geht. „Wir haben darauf geachtet, dass die Stufenhöhe nicht so groß ist“, so Ehrlich.

Die Fußböden der Zimmer im oberen Bereich der Wohnung sind aus Steinholzestrich. Dabei handelt es sich um einen sogenannten schwimmenden Estrich, der eine hohe Trittschalldämmung gewährleistet. Zudem ist das Material sehr druckfest. Als Fußbodenbelag ist ein Vinyl-Designbelag gewählt worden.

Alle Wohn- und Schlafräume sind mit Anschlüssen für TV, Telefon und Internet ausgestattet. Die Beleuchtung ist energiearm, über 50 LED-Deckenspots sind in der Wohnung verbaut worden.

Großes Projekt in Döbeln

„Das Projekt wurde von der Planung über den Bau bis hin zur Vermarktung von unserer Auszubildenden Wanda Wagner begleitet. Sie hat darüber auch eine Projektarbeit geschrieben“, sagte Hütter.

Neben dem Umbau im Haus an der Gartenstraße 10 sind in Hartha in diesem Jahr keine größeren Vorhaben geplant. „Es stehen weitere Modernisierungen in leer gezogenen Wohnungen an“, sagte Tino Hütter. In Döbeln will die Wohnungsgenossenschaft dagegen ein großes Projekt starten. Zwei Aufgänge an der Unnaer Straße 72/73 sollen komplett saniert werden, einschließlich Einbau von Aufzügen. „Die Ausschreibungsphase ist abgeschlossen, demnächst laufen Bietergespräche“, sagte Tino Hütter zum aktuellen Stand der Planungen.

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