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Wichtel an der Skatebahn in Hartha

Unbekannte haben Eigeninitiative ergriffen und die Halfpipe in Hartha repariert. Doch das geht so nicht.

Von Sylvia Jentzsch
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Die Halfpipe der Skatebahn hat nach einem Unfall ein Loch. Noch immer fehlt das Material für die Reparatur.
Die Halfpipe der Skatebahn hat nach einem Unfall ein Loch. Noch immer fehlt das Material für die Reparatur. © Dietmar Thomas

Hartha. Die Skatebahn an der Sonnenstraße bleibt weiter gesperrt. Noch immer wartet die Stadt darauf, dass die Firma, die bereits im Juni den Auftrag zur Reparatur erhielt, mit den Arbeiten beginnen kann. „Es fehlt am Material. Das liefert ein spezieller Hersteller, denn es muss vom Tüv zugelassen sein“, so Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos).

Er und auch Bauamtsleiter Ronald Fischer waren zunächst davon ausgegangen, dass die Bahn Ende September zur Nutzung frei gegeben werden kann (Sächsische.de berichtete). Der Bürgermeister kann die Akteure, die die Bahn nutzen wollen, nur vertrösten. Die Stadt sei im intensiven Kontakt mit der Reparatur-Firma.

Noch zeichne sich keine Lösung ab, so Kunze. Auch die der Eigeninitiative eines Unbekannten helfe da nicht. Der hatte das Loch in der Halfpipe mit einem Blech abgedeckt und entsprechend befestigt.

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„Im Allgemeinen sind derartige Initiativen lobenswert. Sicher war auch diese gut gemeint. Doch nicht in diesem Fall“, so der Bürgermeister. Denn mit solch einer Aktion gehe die Gewährleistung und gleichzeitig der Versicherungsschutz verloren. „Der beauftragte Sachverständige, der auch für die Sicherheit auf Spielplätzen zuständig ist, hat der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass die Skatebahn nur mit Originalteilen repariert werden und dann freigegeben werden darf“, sagte Kunze.

Loch bei Unfall entstanden

Das Loch sei bei einem Unfall entstanden. Der betreffende Skater habe sich bei der Stadt gemeldet und den Schaden angezeigt. Auch das sei lobenswert gewesen, sagte Kunze.

Im Zuge der Reparatur wird Ronald Fischer zufolge auch eine eingelagerte sogenannte Quarterpipe – eine schanzenartige Konstruktion für sportliche Manöver – mit in Ordnung gebracht. „Damit ist die Bahn, wenn sie einmal wiedereröffnet wird, vollständig“, so der Bauamtschef. Er und auch der Bürgermeister bitten die Nutzer um Verständnis und Geduld.

Auch die Nutzer des Kinder- und Jugendhauses stehen in den Startlöchern und warten nur darauf, dass die Skatebahn wieder genutzt werden kann. Dann wollen sie die Seitenwände dieser ordentlich besprühen, sodass die Anlage wieder einen freundlichen Eindruck macht.

Ein Unbekannter hatte zur Selbsthilfe gegriffen.
Ein Unbekannter hatte zur Selbsthilfe gegriffen. © Dietmar Thomas