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Wie auf der A14 Wetterdaten gesammelt werden

Dafür sind Bodensonden in der Fahrbahn versenkt worden. Doch nicht nur die Sonden sammeln wichtige Werte.

So sehen die Bodensonden aus, die unter anderem in Höhe der Auffahrt Döbeln Ost auf der A14 Richtung Leipzig eingebaut worden sind.
So sehen die Bodensonden aus, die unter anderem in Höhe der Auffahrt Döbeln Ost auf der A14 Richtung Leipzig eingebaut worden sind. © Autobahn GmbH

Region Döbeln. Autofahrer sind von Baustellen auf Autobahnen genervt. Die Einschränkung kürzlich auf der A14 bei Döbeln Ost in Richtung Leipzig hatte jedoch einen besonderen Grund.

In die Fahrbahn sind Bodensonden versenkt worden. „Diese dienen der Erfassung verschiedener Kennwerte, wie zum Beispiel Fahrbahntemperatur, Untergrundtemperatur oder Fahrbahnzustand“, sagte Tino Möhring, Pressesprecher und PR-Manager der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Ost.

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Die von den Bodensonden erfassten Werte werden an das Steuergerät übermittelt. Dieses wiederum sendet diese Daten über das Netzwerk an die Unterzentrale der Straßenwetterstationen. Die Werte werden in der Unterzentrale in eine Datenbank geschrieben. Anschließend erfolgen die Verarbeitung und Visualisierung der Daten.

Zusätzlich sind die Winterdienstfahrzeuge mit Sensoren ausgestattet, um auch während der Arbeit auf den Abschnitten Daten zu sammeln und lückenlos ein Gesamtbild zu haben. Auch der Deutsche Wetterdienst spielt eine entscheidende Rolle, da nicht nur die aktuelle Situation betrachtet werden muss, sondern auch die kommenden Tage. „Das ist vor allem für die Planung von Personal und Material unabdinglich“, so Möhring.

Sonden auf allen sächsischen Autobahnen verbaut

Die Arbeiten werden in Form von Tagesbaustellen durchgeführt. Dazu werden einzelne Fahrstreifen gesperrt, damit die Sonden und die zugehörigen Kabel in die Fahrbahn eingebracht werden können. Anschließend kommen ein Deckel und Spezialteer zum Einsatz, damit die Gerätschaften quasi nahtlos im Boden verschwinden.

Die Bodensonden sind auf allen sächsischen Autobahnen verbaut. „Insgesamt betrifft es 26 Einzelanlagen, die durch Hinweise unserer Autobahnmeistereien ausgewählt wurden“, so Tino Möhring. In aller Regel betreffe dies Abschnitte, die durch Wetterscheiden, Schneeverwehungen und Ähnlichem besonders stark betroffen sind.

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„Als Beispiele wären hier die A4 am Burkauer Berg, die A13 bei Schönborn, die A14 im Bereich Döbeln, die A17 im Bereich der Weißeritztalbrücke oder die A72 bei Geithain zu nennen. Es lohnt sich an allen Standorten, das geben uns zumindest die Autobahnmeistereien so zurück“, so Möhring.

Das sei auch der Grund, weshalb die Sonden von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. „Sie erfüllen ihren Zweck und unterstützen mit zusätzlichen Daten bei der Bewältigung des Winterdienstes“, sagte der Pressesprecher. Aktuell seien die beiden Stellen bei Döbeln auf der A14 sowie nahe Salzenforst auf der A4 gewechselt worden.

Am Standort Döbeln-Ost sind insgesamt drei Geräte ausgetauscht worden. Dies betraf die Bodensonde für die Messung der Fahrbahntemperatur, des Fahrbahnzustand, der Salzkonzentration, die Bodensonde für Gefrierpunkttemperaturmessung und die Untergrundtemperatursonde. „Hierbei belaufen sich die Kosten auf circa 12.500 Euro. Am Standort Salzenforst hingegen wurde nur die Untergrundtemperatursonde ausgetauscht. Hierbei belaufen sich die Kosten auf etwa 3.000 Euro", so Möhring.

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