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Wie geht es für Zschaitz-Ottewig weiter?

Die Gemeinde will ihre Eigenständigkeit aufgeben. Ein Lösungsansatz für die Zukunft liegt durchaus auf der Hand.

Kommt nun doch die „Hochzeit“ zwischen Zschaitz-Ottewig und Ostrau? Das Thema ist in den vergangenen Jahren immer mal wieder aufgekommen.
Kommt nun doch die „Hochzeit“ zwischen Zschaitz-Ottewig und Ostrau? Das Thema ist in den vergangenen Jahren immer mal wieder aufgekommen. © Lars Halbauer

Zschaitz-Ottewig. Er sei in den Tagen nach der Erklärung, dass die Gemeinde Zschaitz-Ottewig ihre Eigenständigkeit aufgeben will, von dem einen oder anderen Bürger darauf angesprochen worden, sagt Bürgermeister Immo Barkawitz.

Ein paar Tage nach der Erklärung gibt es aber noch keine Lösung, wie es weitergehen soll. „Es braucht jetzt erst einmal Zeit, darüber nachzudenken“, so Barkawitz.

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Mit wem Zschaitz-Ottewig später einmal zusammengehen werde, stehe noch nicht fest. Die Erklärung hatte Barkawitz an das Landratsamt sowie an die Bürgermeister von Ostrau und Großweitzschen und den Döbelner Oberbürgermeister verschickt.

Prozess auf kommunaler Ebene

Die Absichtserklärung muss nicht von „höherer Stelle“ bestätigt werden, ergab eine Anfrage beim Landratsamt Mittelsachsen. „Die Aufgabe der Eigenständigkeit erfolgt durch Vereinbarung mit einer anderen Kommune, welche der Genehmigung durch die Rechtsaufsichtsbehörde bedarf, wobei nach der Gesetzeslage ein entsprechender Zusammenschluss innerhalb einer bestehenden Verwaltungsgemeinschaft favorisiert wird“, sagte Pressereferentin Peggy Hähnel. Die Konsequenzen für die Bürger ergeben sich vorrangig aus der abzuschließenden Vereinbarung.

Landrat Matthias Damm (CDU) sagte: „Es handelt sich hier um einen Entscheidungsprozess auf kommunaler Ebene im Rahmen der Selbstverwaltung. Wir werden bei Bedarf den Prozess entsprechend begleiten, uns aber öffentlich nicht positionieren und damit gegebenenfalls lokale Entscheidungen beeinflussen.“

Verwaltungsgemeinschaft nutzen

Für Ostraus Gemeindeoberhaupt Dirk Schilling (CDU) kommt die Mitteilung nicht total überraschend. „Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung, die auch im Sinne der Bürger der Gemeinde Zschaitz-Ottewig ist“, sagte Schilling. Zwischen den beiden Kommunen habe sich eine gute Zusammenarbeit entwickelt.

Im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft werden die Anliegen der Zschaitz-Ottewiger genauso behandelt worden wie die der Ostrauer, betont Schilling. Aufgrund der bereits bestehenden Beziehungen sei ein Zusammengehen der beiden Gemeinden sicher nicht die schlechteste Lösung. Doch das müsse ausführlich besprochen werden, so der Ostrauer Bürgermeister.

Zschaitz-Ottewig Herr des Verfahrens

Döbelns Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) hat die Mitteilung zur Kenntnis genommen. „Herr des Verfahrens ist die Gemeinde Zschaitz-Ottewig. Aus unserer Sicht besteht derzeit eine gut funktionierende Verwaltungsgemeinschaft von Zschaitz-Ottewig mit Ostrau“, sagte Liebhauser.

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Auch der Großweitzschener Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos) hält es für sinnvoll, dass die bestehende Verwaltungsgemeinschaft zwischen Zschaitz-Ottewig und Ostrau der Ansatz zur Lösung ist. „Ich finde es schade, dass die Gemeinde ihre Eigenständigkeit aufgeben muss“, so Jörg Burkert.

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