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Karls Erlebnis-Dorf: Döbeln gewinnt an Attraktivität

Die Reaktionen auf die Ansiedlung von Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln sind durchweg positiv. Aber wie kann die Stadt noch mehr profitieren?

In Rövershagen bei Rostock liegt der Ursprung von Karls Erlebnis-Dorf. Jetzt will Karls auch in Döbeln bauen.
In Rövershagen bei Rostock liegt der Ursprung von Karls Erlebnis-Dorf. Jetzt will Karls auch in Döbeln bauen. © Ronald Bonß

Döbeln. Eine große Resonanz hat die Nachricht von der Ansiedlung von Karls Erlebnis-Dorf in den sozialen Netzwerken gebracht. „Das wäre super. Die Kinder sind schon ganz aus dem Häuschen“, äußerte sich eine Frau. „Für die Region ist es auf jeden Fall ein immenser Gewinn an Attraktivität und da muss ich den Stadträten von Döbeln mal wirklich Respekt zollen. Da wird mal nicht nur gequatscht, sondern auch kurz und entschlossen gehandelt. Auch das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich!“, schrieb einer der Nutzer.

Döbelns großes Potenzial

Ein bisschen aus dem Häuschen ist auch Thomas Kolbe, Döbelner Unternehmer und Präsident der IHK Mittelsachsen. „Das ist eine Riesenchance für Döbeln und die Region. Diese Ansiedlung bestätigt genau das, was Döbeln ausmacht: Im Herzen von Sachsen zu liegen. Ich habe die Hoffnung, dass Döbeln damit einen deutlich höheren Bekanntheitsgrad erreicht. Die Stadt hat ein riesiges Potenzial und krankt daran, nicht bekannt genug zu sein. Viele, die nach Döbeln kommen, sagen: Das haben wir nicht gewusst. Daran müssen wir etwas ändern. An Attraktivität zu gewinnen, ist auch für die Unternehmer und die Bindung von Fachkräften wichtig“, sagte Kolbe.

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Chancen für den Handel

Gefahren für den örtlichen Handel kann Kolbe nicht erkennen. „Karls ist kein direkter Wettbewerber. Niemand, der sonst in Döbeln einkaufen würde, sagt: Ich gehe zu Karls und kaufe dort ein. Ich sehe eher die Chance, dass es gelingt, den einen oder anderen Gast aus dem Besucherstrom in die Stadt zu lenken. Dazu müsste eine intelligente Infrastruktur entwickelt werden, damit das nicht an Döbeln vorbeigeht. Ich wünsche mir, dass im weiteren Prozess der Stadtwerbering und der Bund der Selbstständigen informiert und mit eingebunden werden.“

Jetzt muss ein Konzept her

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Auch Grit Neumann, Chefin des Stadtwerberings, sieht den Erlebnispark positiv. „Ich freue mich für die Familien und dass im positiven Sinne auf Döbeln aufmerksam gemacht wird.“ Der Markt werde sehr viele Besucher anziehen. Neumann ist aber skeptisch, ob es gelingt, dass auch die Innenstadt von diesen Kunden profitiert. „Ich sehe das als Chance. Aber es bedeutet Arbeit, diese zu nutzen. Wir müssen uns Gedanken machen, wie es gelingt, die Besucher auch in die Stadt zu lotsen. Das müssen wir jetzt schon anpacken und nicht erst in drei Jahren.“ (DA/jh)

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