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Döbeln

Freiwilliger Lärmschutz für Biogasanlage

Der Anlagen-Inhaber Carsten Jäger hat beim Kreis Mittelsachsen einen Antrag gestellt. Der Gemeinderat Großweitzschen musste nun darüber abstimmen.

Die Biogasanlage steht seit zwölf Jahren in Gallschütz. Nun soll der Lärm von der Ortschaft ferngehalten werden.
Die Biogasanlage steht seit zwölf Jahren in Gallschütz. Nun soll der Lärm von der Ortschaft ferngehalten werden. © Lars Halbauer

Großweitzschen. Auf dem Gelände der Gallschützer Biogasanlage des Unternehmers Carsten Jäger soll bald gebaut werden. Wie aus einem Beschlussvorschlag der Gemeinde Großweitzschen hervorgeht, sollen zwei Einhausungen entstehen.

Einerseits soll der Pufferspeicher, der Wärme bunkert, auf insgesamt etwa 17 Quadratmetern (vier mal fünf Metern Außenmaß) eine Holzbehausung erhalten. Die Verkleidung wird laut des Antrags beim Landkreis Mittelsachsen mit Trapezblech erfolgen. Insgesamt erreicht diese Behausung dann eine Höhe von etwa sechs Metern und soll den Lärm dieses Speichers abmildern.

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Gemeinderat Großweitzschen stimmt Vorhaben zu

Andererseits will Carsten Jäger auch die sogenannte Organic-Rankine-Cycle-Anlage, in der der Strom der Biogasanlage vor Ort produziert wird, durch eine Holzbehausung überdachen und an den Seiten, die zur Ortschaft zugewendet sind, Lärmschutzwände aufstellen. Diese sollen 13 mal 7 Meter, also insgesamt etwa 74 Quadratmeter, lang sowie etwa viereinhalb Meter hoch werden.

Das erklärte Großweitzschens Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos) im Technischen Ausschuss. Ihm zufolge gebe es keine behördlichen Auflagen zum Bau dieses Lärmschutzes. Auch seien ihm keine Beschwerden der Anwohner bekannt. „Das ist aus freien Stücken passiert“, so der Bürgermeister. Zu den Hintergründen wollte sich Carsten Jäger auf Anfrage von Sächsische.de nicht äußern.

Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben per Umlaufbeschluss einstimmig zu und gab eine positive Stellungnahme an die Kreisverwaltung zurück. Diese muss nun endgültig über die Errichtung der Behausungen entscheiden.

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