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Wie das Team von Gut Haferkorn die Krise nutzt

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind Schlagworte der letzten Wahl gewesen. Aber nicht nur bei Politikern gehören diese Begriffe zum Sprachgebrauch.

Gut Haferkorn will noch grüner werden – ökologisch gesehen. Die Schließzeit bis Juni dieses Jahres, die aufgrund der Pandemie nötig gewesen ist, hat die Geschäftsleitung genutzt und an einem Nachhaltigkeitskonzept gearbeitet.
Gut Haferkorn will noch grüner werden – ökologisch gesehen. Die Schließzeit bis Juni dieses Jahres, die aufgrund der Pandemie nötig gewesen ist, hat die Geschäftsleitung genutzt und an einem Nachhaltigkeitskonzept gearbeitet. © Dietmar Thomas

Leisnig. Seit Juli gibt es wieder Firmentagungen auf Gut Haferkorn und seit dem 9. Juli vergeht kein Wochenende ohne private Feiern auf dem idyllisch gelegenen Vierseithof im Leisniger Ortsteil Dobernitz.

Viel Zeit, an Konzepten zu arbeiten, hat die Geschäftsleitung daher im Moment nicht mehr. Deshalb ist sie froh darüber, dafür die coronabedingte Schließzeit bis Juni dieses Jahres genutzt zu haben.

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Draußen, aber doch geschützt feiern

Schon im vergangenen Corona-Jahr 2020 hatten Paul Ghirardini, Geschäftsführer der Gut Haferkorn Veranstaltungs GmbH mit 22 Festangestellten und Pauschalkräften sowie zwei freiberuflichen Mitarbeitern, sowie Prokuristin Ivonne Ortner überlegt, wie sie mit einer stärkeren Nutzung des Außenbereiches auf die neue Pandemie-Situation reagieren können.

Ein 300 Quadratmeter großes Partyzelt wurde in der Cabrioscheune aufgestellt, die sozusagen das Eingangstor zum Hof ist. „Nun haben wir den Scheuneninnenbereich gepflastert und können das große Zelt dort den gesamten Sommer über stehenlassen. Im Winter wird es weggeräumt, um es zu schonen“, erklärt Ivonne Ortner.

Welche Art Feiern dort möglich sind, was Brautpaare, Jubilare oder Firmenchefs mitbringen müssen oder was sie als Servicepaket vor Ort in Anspruch nehmen können, das alles erfahren Interessierte am Sonnabend bei einem Kennenlerntag. Ähnlich einem Tag der offenen Tür gibt es die Möglichkeit, sich über alles rund ums Feiern – von der Bestuhlung über Kulinarisches bis hin zum Musikprogramm – zu informieren.

Meetings auf neuestem Stand der Technik

Auch als Schulungszentrum hat sich Gut Haferkorn in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Darauf setzt Paul Ghirardini weiterhin. Um noch schneller auf die Zeichen der Zeit und Neuerungen der Technik eingehen zu können, setzt das Unternehmen auf eine Zusammenarbeit mit der Firma Weframe.

Das ermöglicht die Nutzung eines multimedialen Boards, was die gewohnten Medien wie Beamer, Flipchart und Pinnwand ersetzen kann, erklärt der Geschäftsführer. Über ein eigens dafür geschaffenes Programm könnten nun Vor- und Nachbereitungen von Meetings ortsunabhängig erfolgen. Überdies könnten Präsentationen von außerhalb integriert, Resultate aus Gruppenarbeit in digitaler Form zur Verfügung gestellt werden.

„Weiterhin gibt es die Möglichkeit, aus dem klassischen Vor-Ort-Treffen eine hybride Veranstaltung zu machen, indem Referenten und Kollegen digital zugeschaltet werden“, so Ghirardini. Er kündigt an, dass die Technik am Samstag vorgeführt und erklärt wird. Die Präsentationen dazu beginnen um 11 und 14 Uhr.

Bei Forschungsprojekt dabei

Noch nicht ganz fertig ist das Nachhaltigkeitskonzept für das Gesamtunternehmen und die Gebäude. „Im Mittelpunkt werden unter anderem die Schonung von Ressourcen, ein achtsamer Umgang mit der Umwelt stehen“, so der Geschäftsführer.

Nach seinen Worten sind die ersten Schritte bereits getan. „Wir arbeiten mit der Sächsischen Energieagentur Saena am Forschungsprojekt ,Green nudging‘ und erstellen ein Energiekonzept für Heizung, Warmwasser und Stromversorgung.“

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Nutzen will das Veranstaltungszentrum künftig weitgehend regenerative Ressourcen. Dafür soll beispielsweise noch mehr Fotovoltaik eingesetzt werden. Einige Anlagen sind bereits installiert.

Termin: Kennenlerntag am Samstag, 9. Oktober, von 10 bis 17 Uhr auf Gut Haferkorn in Dobernitz bei Leisnig.

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