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Döbeln

Wo Kriebstein investieren will

Die Gemeinderäte haben den Haushalt für das nächste Jahr abgesegnet. So zeitig ist das noch nie gelungen.

Der Gemeinderat Kriebstein hat den Haushaltsplan fürs kommende Jahr bereits abgesegnet. Die Gemeinde will unter anderem in die Kitas und den Straßenbau investieren.
Der Gemeinderat Kriebstein hat den Haushaltsplan fürs kommende Jahr bereits abgesegnet. Die Gemeinde will unter anderem in die Kitas und den Straßenbau investieren. © Symbolfoto/dpa

Kriebstein. Kämmerer Wolfgang Hein ist erleichtert. So früh wie noch nie ist der Haushaltsplan für das Jahr 2021 in der Sitzung des Gemeinderates am Montag abgesegnet worden – einstimmig. In der Vergangenheit hatte der Etat manchmal erst im Juni des laufenden Jahres vorgelegen.

Besonders froh ist der Kämmerer darüber, dass der Haushalt ausgeglichen werden konnte, „wenn auch geradeso“, sagte Hein. Zwar schließt der Ergebnishaushalt mit einem Minus von 205.000 Euro ab, dieser kann aber mit Geld aus dem Basiskapital verrechnet werden, erklärte der Kämmerer.

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Im Finanzhaushalt, aus dem die Gemeinde ihre laufenden Ausgaben bestreitet, steht ein Plus in Höhe von 585 Euro zu Buche.

Keine Steuererhöhungen

Geplant worden ist der Haushalt für das kommende Jahr ohne Steuererhöhungen. Sie liegen bei 310 vom Hundert für land- und forstwirtschaftliche Flächen (Grundsteuer A), bei 450 vom Hundert für übrige Grundstücke (Grundsteuer B) und bei 390 vom Hundert für Gewerbeflächen und bleiben so bestehen wie im Jahr 2020. Die letzte Steuererhöhung hatte es im Jahr 2019 gegeben. Damals war die Grundsteuer B von 413 auf 450 Prozent erhöht worden.

Noch völlig offen sei, wie viel Einnahmen die Gemeinde im nächsten Jahr an Gewerbesteuern verbuchen kann. Diese Einnahmen könnten wegen der Corona-Pandemie geringer ausfallen als in den Vorjahren.

Die größten Investitionen

Die größten „Brocken“, die die Gemeinde Kriebstein im kommenden Jahr aus dem Haushalt finanzieren will, sind im Bereich der Kindertagesstätten und im Straßenbau angesiedelt. „Für zwei Maßnahmen haben wir sogar schon die Fördermittel bewilligt bekommen“, sagte Bürgermeisterin Maria Euchler (FW).

Zum einen soll der Garten der Kindertagesstätte in Kriebethal umgestaltet werden. Derzeit wird laut Maria Euchler die Ausschreibung dafür vorbereitet. Unter anderem ist es notwendig, die auf dem Gelände befindlichen Nadelbäume zu fällen. Diese haben mit ihren Wurzeln teilweise die Gehwegplatten so weit angehoben, dass die Wege nicht mehr sicher sind.

Bereits zugesagt sind auch die Fördermittel für den Ausbau der Niethammerstraße in Kriebethal. Sie kommen aus dem Leader-Programm „Sachsenkreuz plus“. Auf der kleinen Sackgasse sollen unter anderem Ausweichstellen geschaffen werden. „Gerade bezüglich der Rettungswege ist der Zustand dort derzeit eine Katastrophe“, so Euchler. Insgesamt fließen für das Vorhaben, das etwas mehr als 90.000 Euro kostet, 75 Prozent Fördermittel.

Eingeplant ist auch der Ausbau der Mittelstraße in Reichenbach mit einer Investitionssumme von rund 430.000 Euro. Dieser ist aber nur realisierbar, wenn Fördergeld fließt.

Hoffen auf Fördergeld

Auf dieses hofft die Gemeinde auch bezüglich des Anbaus an den Kindergarten in Grünlichtenberg. „Derzeit ergibt sich gerade eine neue Fördermöglichkeit über ein Programm des Bundes, das wegen Corona kurzfristig aufgelegt worden ist“, so die Bürgermeisterin. Der Antrag müsse bis 31. Dezember eingereicht sein.

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