merken
PLUS Döbeln

Zeitplan für Sport- und Kulturzentrum steht

Im nächsten Jahr sollen die ersten Bauarbeiten für Leisnigs Millionen-Projekt starten. Davor gibt es noch viel zu planen.

Für das Alternative Jugendzentrum (AJZ) in Leisnig ist ein Ersatzneubau im Gespräch.
Für das Alternative Jugendzentrum (AJZ) in Leisnig ist ein Ersatzneubau im Gespräch. © Dietmar Thomas

Leisnig. Am Projekt Sport- und Kulturzentrum wird derzeit in vielen Vereins- und Amtsstuben gefeilt. Der nächste Schritt ist getan. Die Kommune hat mit allen Beteiligten Vereinen und Eigentümern – vom Schützenhaus-Besitzer über Carnevals- und Sportvereine bis hin zur Badinitiative – gesprochen, die einzelnen Vorhaben koordiniert und einen groben Zeitplan aufgestellt. .

Wie berichtet fördert der Bund das insgesamt 2,66 Millionen teure Projekt mit 90 Prozent. Der Eigenanteil der Kommune in Höhe von 266.000 Euro ist im Doppelhaushalt bereits eingeplant.

Jubel
Zwei echt starke Jubiläen
Zwei echt starke Jubiläen

Die gedruckte Sächsische Zeitung wird 75 Jahre alt. Digital gibt es uns seit 25 Jahren. Beide Jubiläen wollen wir feiern - und Sie können dabei gewinnen.

Wie die Bereitstellung des Geldes soll auch die Umsetzung des Vorhabens rund um Schützenhaus, Freibad, Karl-Zimmermann-Sporthalle, Otto-Schuricht-Sportplatz und Alternatives Jugendzentrum (AJZ) schrittweise bis 2025 erfolgen.

Ziel sei es, neben dem VfB Leisnig weiteren Sportvereinen die Möglichkeit zu geben, im künftigen Sport- und Kulturzentrum zu trainieren oder auch Wettkämpfe durchzuführen. Konkret betrifft das in Leisnig den Bogensport.

Fest steht inzwischen auch, dass der Neubau eines Präsentationsgebäudes der Obstland AG nicht förderfähig ist. „Das mussten wir aus dem Programm herausnehmen“, sagte Bürgermeister Tobias Goth (CDU) am Donnerstagabend in der Sitzung des Verwaltungsausschusses.

Trainingsstätte für den Bogensport

Dieses Jahr – so sieht es der Zeitplan vor – wird es zunächst um die Planungen, Genehmigungsverfahren und die Sicherung eventuell noch benötigter Grundstücke gehen, erklärte Tobias Goth. Im nächsten Jahr steht dann als erstes der Bau des Kunstrasenplatzes für die Fußballer auf dem Programm. Auch der Bau der Bogensportanlage und der Ersatzneubau des AJZ sollen im Jahr 2022 starten.

Ein Jahr später geht es weiter mit der Gestaltung des Fußballplatzes, dem Ersatzneubau der Tribüne sowie dem Um- und Ausbau des Schützenhauses, für das ein Pflegeheim-Anbau zur Debatte steht. In der Nähe des Schützenhauses soll unter anderem ein Wandelgang mit Kräutergarten entstehen, der von den Besuchern aller Einrichtungen genutzt werden kann.

Begegnungsstätte für Jung und Alt

Gleichzeitig sieht das Projekt einen Fitnessparcours mit Mehrgenerationenspielplatz vor. „Die gesamte Anlage soll einmal allen Leisnigern zur Verfügung stehen. Es soll ein Platz werden, auf dem sich Jung und Alt begegnen“, so Tobias Goth.

Konstantin Wiesinger, der als sogenannter berufener Bürger an den Sitzungen des Verwaltungsausschusses teilnimmt, wollte wissen, was passiert, wenn angesichts steigender Baupreise die Kosten nicht eingehalten werden können. Wie Tobias Goth erklärte, seien Kosten und Fördermittel festgesetzt, Mehrkosten werden demnach vom Bundesprogramm nicht übernommen.

„Die Sicherheit ist aufgrund der Jahresscheiben, in denen das Projekt sowohl finanziell als auch bauplanerisch abgewickelt werden soll, aber gegeben“, konkretisierte Bauamtsleiter Thomas Schröder. „Gegebenenfalls ist mit dem Stadtrat zu sprechen, wenn Abstriche gemacht werden müssten oder aus dem Haushalt nachgesteuert werden muss“, sagte er. Davon gehe er aber derzeit nicht aus.

Bürger sollen einbezogen werden

Wiesinger regte außerdem an, die Bürger möglichst mit in das Projekt einzubeziehen, vielleicht auch Eigenleistungen an die Vereine zu vergeben – so, wie es mit der Badinitiative in Leisnig jetzt schon gehandhabt würde. „So etwas erhöht die Akzeptanz des Geschaffenen“, sagte Wiesinger.

Das sieht auch die Kommune so. Denkbar sei beispielsweise, dass die Fundamente für die Elemente des Mehrgenerationenspielplatzes oder das Einbringen von Fallschutzkies in Eigenleistung passieren könnten.

„Vielleicht kann ja auch die eine oder andere Spedition den Transport von Baumaterial übernehmen“, so der Bürgermeister. Überdies stellte er in Aussicht, dass während einer Info-Veranstaltung im September das Vorhaben den Bürgern näher erläutert werden soll.

Mehr zum Thema Döbeln