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Ziegra-Knobelsdorf trauert um Helga Busch

Die ehemalige Bürgermeisterin lenkte die Geschicke der Gemeinde 23 Jahre lang. Mit 70 Jahren ist sie jetzt verstorben.

Helga Busch hatte seit 1995 die Geschicke von Ziegra-Knobelsdorf gelenkt. Jetzt ist sie mit 70 Jahren gestorben.
Helga Busch hatte seit 1995 die Geschicke von Ziegra-Knobelsdorf gelenkt. Jetzt ist sie mit 70 Jahren gestorben. © Archiv/Dietmar Thomas

Döbeln. Viele, die sie kannten, sind geschockt. Am Sonntag ist Helga Busch verstorben. Die langjährige Bürgermeisterin von Ziegra-Knobelsdorf, die nach den Eingemeindungen nach Döbeln und Waldheim bis 2019 noch als Ortsvorsteherin der beiden Teile ehrenamtlich arbeitete, ist 70 Jahre alt geworden.

Döbelns Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) würdigte Helga Busch am Donnerstag bei der Sitzung des Stadtrates. „Über viele Jahre hat sie die Geschicke in den Ziegraer und Knobelsdorfer Ortschaften maßgeblich mitbestimmt. Wichtige Entscheidungen gehen auf ihre Initiative zurück. Fest in den Grundsätzen, ausgleichend im Temperament und versöhnlich in der Sprache, so haben sie Mitstreiter und Bürger kennen und schätzen gelernt.“

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Dabei sei Helga Busch, die in Wendishain lebte, hartnäckig, aber stets freundlich und den Menschen zugewandt gewesen. „Helga Busch war immer fair und konstruktiv. Sie war ein herzlicher Mensch. Wir werden sie in guter Erinnerung behalten.“

"Sie prägte mit ihrer stillen Art die Gemeinde"

Dass sie einmal Bürgermeisterin sein würde, war Helga Busch nicht in die Wiege gelegt. Sie hatte als Leiterin des Prüffeldes im Elektromotorenwerk Hartha gearbeitet. Als 1995 die Gemeinde Ziegra Knobelsdorf eine Amtsverweserin suchte, bewarb sie sich, bildete sich zur Verwaltungsfachangestellten weiter, machte sich in Kursen fit für Ökonomie und der Arbeit am Computer.

1997 und danach immer wieder wurde sie zur Bürgermeisterin von Ziegra-Knobelsdorf gewählt. Unter ihrer Führung realisierte die Gemeinde wichtige Vorhaben. Den Neubau des Bades in Gebersbach zusammen mit Waldheim, den Neubau von Feuerwehrgerätehäusern in Gebersbach und Töpeln, den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Limmritz.

Arndt Patzig ist Helga Buschs Nachfolger. Der heutige Ziegraer Ortsvorsteher hatte sie auch von Anfang an als Gemeinderat erlebt. „Sie war umgänglich und zugänglich. Sie prägte mit ihrer stillen Art die Gemeinde und hatte ein gutes Verhältnis zu den Bürgern. Sie war für die Ortsteile wie eine besorgte Mutter.“

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