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Zuchthasen über Nacht verschwunden

Thomas Pohl aus Waldheim ist verärgert. Jemand hat seinen Hasenstall geöffnet. Das ist aber nicht der einzige Vorfall.

Der Hasenstall von Thomas Pohl wurde aufgebrochen. Von zwei ausgewachsenen Zuchtkaninchen fehlt bisher jede Spur. Ein Blauer-Wiener-Weibchen hat er zwei Tage nach dem Vorfall wiedergefunden.
Der Hasenstall von Thomas Pohl wurde aufgebrochen. Von zwei ausgewachsenen Zuchtkaninchen fehlt bisher jede Spur. Ein Blauer-Wiener-Weibchen hat er zwei Tage nach dem Vorfall wiedergefunden. © Dietmar Thomas

Waldheim. Es muss jemand aus dem Umfeld gewesen sein, der sich mit den Gegebenheiten auskennt – dessen ist sich Thomas Pohl sicher. Eigentlich sei die Waldheimer August-Bebel-Siedlung eine ruhige Wohngegend. „Irgendwie passieren aber immer wieder komische Dinge“, sagt er.

Der Hasenstall, um den es geht, steht versteckt, von der Straße nicht einsehbar, hinter einer Garage. Als Thomas Pohl abends gegen 20 Uhr die Kaninchen gefüttert hatte, war noch alles in Ordnung.

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Vorhängeschlösser aufgebrochen

 Am nächsten Morgen, als er die Tiere wieder versorgen wollte, sah er die Bescherung: Die mit Vorhängeschlössern gesicherten Ställe waren aufgebrochen, alle drei Kaninchen und auch die Schlösser weg.

Thomas Pohl glaubt nicht, dass jemand die Tiere mitgenommen hat. Und tatsächlich: Einen der Hasen, einen etwa vier Monate alten Blauen Wiener, fand er zwei Tage später geschwächt, aber wohlbehalten im Gestrüpp. Von den beiden anderen ausgewachsenen Zuchtkaninchen, einem weiteren Blauen Wiener und einer Riesenschecke, fehlt bislang jede Spur.

Für Thomas Pohl ist es nicht nur ein finanzieller Verlust – ein Zuchtkaninchen kostet seinen Angaben zufolge mehr als 50 Euro –, sondern auch ein moralischer Schaden. „Ich habe erst vor Kurzem wieder mit der Hobbyzucht angefangen“, erzählt er. Die beiden stattlichen Kaninchenböcke seinen für die Zucht vorgesehen gewesen. Daraus wird nun erst einmal nichts.

Vermeintlichen Diebstahl bei der Polizei gemeldet

Thomas Pohl hofft, dass nicht noch mehr passiert. Den vermeintlichen Kaninchendiebstahl hat er bei der Polizei gemeldet und auf dem Revier in Döbeln Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Der Waldheimer wohnt selbst nicht in der August-Bebel-Siedlung, hilft aber des Öfteren einer Familie, schneidet auf dem Grundstück die Hecke, mäht den Rasen, gießt die Pflanzen oder übernimmt kleinere Fahrten.

Vor einiger Zeit hatten Unbekannte schon einmal frisch gepflanzte Koniferen herausgerissen. Überdies waren die Klinken von Toren und Türen mit Fett eingeschmiert, das Auto des Waldheimers mit schwarzer Farbe besprüht worden (wir berichteten). „Ich denke, mich hat hier jemand auf dem Kieker“, sagt Thomas Pohl. Dass man es nun auch noch auf seine Kaninchen abgesehen hat, ärgert ihn aber ganz besonders.

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