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Pirna

Das etwas andere Schaufenstergucken

In der Adventszeit soll Dohna eine einzigartige Ausstellung bekommen. Die hat einige Superlative.

Noch sind das leere Schaufenster im ehemaligen Friseurladen in Dohna. In der Weihnachtszeit sollen sie Geschichten erzählen.
Noch sind das leere Schaufenster im ehemaligen Friseurladen in Dohna. In der Weihnachtszeit sollen sie Geschichten erzählen. © Daniel Schäfer

Weihnachten ohne Sonderausstellung im Museum ist irgendwie komisch. Für die Dohnaer aber ist es zum dritten – und letzten – Mal in diesem Jahr Realität. Doch für die ausstellungsfreie Zeit gibt es nun eine Alternative.

Die Idee dazu hatte die im Frühjahr in Rente gegangene langjährige Museumsleiterin, die dem Haus und der Dohnaer Geschichte weiter verbunden bleibt. Eva-Maria Lohberg will die Ausstellung in die Schaufenster der Stadt verlagern. Die Idee kam ihr, als ihr ein alter Artikel in die Hände fiel. Da wurden die Dohnaer Geschäfte und ihre Weihnachtsangebote beschrieben. „Daran anknüpfend könnten nun die Schaufenster mit alten Annoncen, Anzeigen, alten Fotos der Häuser, Blicken in die Werkstätten gestaltet werden“, sagt Eva-Maria Lohberg. Damit wird es die größte Ausstellung, und das unter freiem Himmel und ohne Öffnungs- und Schließzeit.

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Eva-Maria Lohberg hofft nun auf die Dohnaer, die ihn ihren Kisten und Alben, auf Böden und in Kellern nach diesen Dokumenten der Geschichte suchen. „Im Museum gibt es einiges dazu, aber das reicht nicht.“ Sie ist überzeugt, dass in den Haushalten der Dohnaer noch einiges schlummert. So war es immer, wenn sie in den vergangenen Jahren um Hilfe bat.

Mit der Ausstellung wird gleichzeitig ein Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft geschlagen. Die Dohnaer wünschen sich seit Langem ein paar Geschäfte und etwas florierenden Handel. Vielleicht wird ja durch die Ausstellung der eine oder andere auf ein Geschäft aufmerksam oder bekommt eine Idee. Das wäre ein schöner Nebeneffekt der Ausstellung, sagt auch Ingrid Trute, die Vorsitzende des Kulturvereins.

Zum Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende soll die Schaufenster-Weihnachtsausstellung eröffnet werden. Dazu passend haben einige Museumsfreunde schon Stadtführungen vorbereitet. Sie sind nun gespannt, was für Material sie erhalten. Und wer weiß, vielleicht wird daraus ja irgendwann auch mal eine Sonderausstellung im Museum. Das soll im ersten Quartal 2020 nach der dann über dreijährigen Umbau- und Sanierungszeit wieder eröffnen. Mit Katrin Penndorf steht inzwischen auch die neue Leiterin fest. Hier können Sie mit den Museumsfreunden Kontakt aufnehmen. 

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