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Dohnas neue Bauhof-Zentrale

Die Stadt hat das Kornhaus erworben. Damit endet eine Geschichte und eine neue beginnt.

© Daniel Schäfer

Von Heike Sabel

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Dohna. Es ist und bleibt im Volksmund das Kornhaus. Doch offiziell gehört es nun der Stadt Dohna, die hier ihren Bauhof einrichtet. Der Bauernladen war der letzte Teil der Kornhaus-Raiffeisengenossenschaft, die im August 2017 Ausverkauf machte. Gunter Felbrich, der die Genossenschaft 2011 übernommen hatte, fand keinen Nachfolger und wickelt sie ab. Nun hat ein neues Kapitel begonnen.

Als Erstes hat die Stadt das Areal eingezäunt, ihr Schild angebracht und einige Bauhof-Gegenstände eingelagert. Das 2013 gekaufte Salzsilo für den Winterdienst soll versetzt werden. Dazu läuft der Bauantrag, sagt Bürgermeister Ralf Müller (CDU). Zum Trockensilo ist die Stadt mit einem Klingenberger Landwirt im Gespräch, der es in Kürze abbauen wird. Einige Räume sind noch vermietet – unter anderem an Vereine. Rausgeschmissen wird keiner, die Mietverträge aber laufen langsam aus. Der Laden ist leer, die Wohnung wird im Sommer frei. Dann werde man weiter entscheiden, sagte Müller jetzt im Stadtrat auf eine Frage von Rudolf Werner (Rudolf Werner). Für die Stadt war der Kauf eine wichtige Entscheidung. Sie will bis 2020 rund 2,5 Millionen Euro für die Zusammenlegung des an drei verschiedenen Standorten verteilten Bauhofes ausgeben. Das soll dessen Arbeit erleichtern. Das Steinhaus des Kornhaus-Komplexes soll erhalten bleiben, die anderen Gebäude werden abgerissen.

Das Bauhof-Problem stand für die Stadt Dohna schon lange, bevor das Kornhaus verkauft wurde. 2014 wollte man es innerhalb von drei Jahren gelöst haben. Als die Genossenschaft nur mit der Stadt verhandelte, war die froh. Es wurde ein gutes Geschäft. Mit dem Kaufpreis von 240 000 Euro waren auch die Freien Wähler zufrieden.

Was verloren geht, ist ein Stück Geschichte. Die Raiffeisengenossenschaft „Kornhaus Dohna“ hatte 1993 die Verkaufsstelle und den Baustoffhandel der ehemaligen Bäuerlichen Handelsgenossenschaft übernommen. Der Ursprung der Raiffeisengenossenschaft geht bis 1898 zurück, damals wurde sie gegründet, 1937 zog sie nach Dohna. Das Kornhaus war im Zuge der Müglitztalbahn 1936 gebaut worden. Ihre Hoch-Zeiten hatte die Genossenschaft in der DDR. Doch sie behauptete sich auch danach noch mit dem Verkauf von Futtermitteln und Brennstoffen und dem Bauernladen. Das ist nun Geschichte. Doch statt einer Brache entsteht ein moderner und leistungsfähiger Bauhof.