merken

Arbeit und Bildung

Doppelt fit fürs Berufsleben

Die duale Ausbildung hat viele Vorteile - und ist auch in Teilzeit möglich.

Die duale Ausbildung ist ein Kernstück des deutschen Bildungssystems (Symbolfoto).
Die duale Ausbildung ist ein Kernstück des deutschen Bildungssystems (Symbolfoto). © dpa

Dresden. Sie gilt als Aushängeschild im deutschen Bildungssystem: die duale Ausbildung. Allein in den Berufsfeldern der Industrie- und Handelskammer (IHK) entschieden sich im Kammerbezirk Dresden im vergangenen Jahr rund 4.400 Männer und Frauen für eine Lehre nach dem dualen System.

Ihre Zahl könnte künftig noch steigen, denn die Bedingungen fürs duale Lernen wurden spürbar verbesser. So sind die Tariflöhne für Azubis im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Im Vergleich zu 2018 um immerhin 3,8 Prozent. Zwar zahlen längst nicht alle Betriebe nach Tarif, mit der Novellierung des  Berufsbildungsgesetzes hat die Bundesregierung aber nun auch den Weg für eine Mindestvergütung frei gemacht. So gilt seit dem 1. Januar für neue Ausbildungsverträge, die außerhalb der Tarifbindung liegen, eine Mindestvergütung im ersten Ausbildungsjahr von monatlich 515 Euro. Diese Mindestvergütung im ersten Jahr wird bis 2030 schrittweise auf 620 Euro erhöht. Zudem steigt nach Information des Presseamtes der Bundesregierung mit jedem weiteren Ausbildungsjahr auch die Vergütung: um 18 Prozent im zweiten, um 35 Prozent im dritten und um 40 Prozent im vierten Ausbildungsjahr. Wichtig – eine duale Ausbildung ist auch in Teilzeit möglich. Bisher war das besonders leistungsstarken Lehrlingen vorbehalten. Seit diesem Jahr haben sich die Vorgaben deutlich gelockert. Jetzt steht dieser Weg auch Geflüchteten, sowie Menschen mit Lernbeeinträchtigungen oder Behinderungen offen - sofern der Lehrbetrieb mit einer Teilzeitlösung einverstanden ist.

Smarter Leben mit diesen Technik-Trends

Erfahren Sie als Erster von den neuesten Trends, Tipps und Produkten in der Technikwelt und lernen Sie Innovationen kennen, die Ihr Leben garantiert leichter machen.

Neuer Abschluss in der Pflege

Die Krise in der Pflegebranche hat auch Bewegung in den Ausbildungsmarkt gebracht. Wer jetzt eine Pflegeausbildung startet, bekommt eine Ausbildungsvergütung und hat am Ende einen Abschluss in der Tasche, der zur Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen qualifiziert. Im dritten Ausbildungsjahr besteht die Möglichkeit, sich zu spezialisieren - etwa in der Kinder- oder der Altenpflege.

Was Auszubildende oft nicht wissen - auch sie können im Rahmen ihre Lehre Auslanderfahrung sammeln und ihre Chancen auf einen optimalen Berufseinstieg verbessern. Allein an dem von der EU geförderten Programm „Erasmus+“ nahmen etwa im Jahr 2016 rund 17.000 Auszubildende und Berufsschüler teil. Das Bundesministerium selbst hat das Programm „AusbildungWeltweit“ gestartet. Seit 2017 wurden darüber mehr als 1.000 Aufenthalte in mehr als 40 Ländern bewilligt. Besonders beliebt sind die USA, China, die Schweiz und Australien.