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Doppelt hält besser? Ex-Flughafenchef Schwarz wurde erneut gekündigt

Berlin. Wegen des Desasters am Hauptstadtflughafen musste Rainer Schwarz Mitte 2013 seinen Chefposten räumen. Jetzt klagt er auf Gehaltsfortzahlung und ist prompt noch einmal gefeuert worden. Den neuerlichen...

Berlin. Wegen des Desasters am Hauptstadtflughafen musste Rainer Schwarz Mitte 2013 seinen Chefposten räumen. Jetzt klagt er auf Gehaltsfortzahlung und ist prompt noch einmal gefeuert worden.

Den neuerlichen Rauswurf seitens der Flughafengesellschaft bestätigte gestern Richter Björn Retzlaff beim Prozess um Schwarz‘ Forderungen. Weitere Details nannte er jedoch nicht. Wie allerdings die Berliner Tageszeitung B.Z. schreibt, begründete Flughafenaufsichtsratschef und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit die zweite Kündigung damit, dass Schwarz sich in seinem Gehalts-Prozess mit vertraulichen Flughafen-Unterlagen verteidigt, die er nach seiner Entlassung nicht mehr besitzen dürfte.

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Schwarz will vor dem Berliner Landgericht zunächst Gehaltsfortzahlungen sowie Zahlungen für die Altersvorsorge erstreiten. Laut Richter Retzlaff könnte es um maximal 1,6 Millionen Euro gehen. Schwarz war im vergangenen Jahr fristlos entlassen worden, weil ihm eine Mitschuld an der immer wieder verschobenen Eröffnung des Hauptstadtflughafens angelastet wurde. Im Prozess gehe es nun darum, ob Schwarz Probleme mit dem Brandschutz im Terminal zu lange ignoriert und auf Improvisation gesetzt habe, sagte Retzlaff. Mut zur Improvisation dürfe in der Rückschau allerdings nicht bestraft werden. Die entscheidende Frage sei aus Sicht des Gerichts nicht, ob der Manager Einschätzungen des Bauordnungsamts einige Wochen zu spät weitergegeben habe, sondern ob er Führungsverantwortung gezeigt habe. Es gehe darum, ob Schwarz die Gesamtsituation überblickt habe und ob er unabhängig von Beratereinschätzungen hätte „auf den Tisch hauen“ müssen. (dpa)