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Dorfladen, maßgeschneidert

Auch die Wissenschaft hat erkannt: Dorfläden können bei vielen Menschen durch eine funktionierende Nahversorgung für eine bessere Lebensqualität auf dem Land sorgen.

© Foto: AdobeStock

Dazu haben bereits die Hochschule Harz und das Max-Planck-Institut Untersuchungen angestellt. Die Hochschule Harz stellte fest: In vielen Orten brechen wichtige Institutionen weg: Hausarzt, Zahnarzt, Poststelle, Kneipe, Supermarkt. Teilweise füllen Dorfläden die Lücken, führen jedoch nicht selten einen ständigen Überlebenskampf. Deshalb wurde die Idee von DigiShop geboren. Dabei wird der klassische Dorfladen um personalfreie Öffnungszeiten erweitert. Dadurch wird er attraktiver. Das technische Konzept sieht eine geschlossene Nutzergruppe und persönliche Mitgliedschaft sowie ein Mindestalter vor, ebenso eine Kaution. Bezahlt wird immer elektronisch. Um wirtschaftlich zu sein, müsse ein Dorfladen mindestens fünf Kilometer vom nächsten größeren Nahversorger entfernt sein und über ein örtliches Kundenpotenzial von mehr als 500 Personen verfügen. In den untersuchten Orten der LEADERRegion Harz befand sich in jedem Ort, der diese Voraussetzungen erfüllt, schon mindestens ein Dorf- oder Hofladen. Deshalb lautete das Fazit: Eine Umsetzung wäre besonders dort sinnvoll, wo bereits ein Dorf- oder Hofladen existiert.

Auch das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation hat ein Diskussionspapier erarbeitet, mit dem der maßgeschneiderte Dorfladen möglich werden soll. Ein Dorfladen mit genau den richtigen Waren zur richtigen Zeit hat das Potenzial, das Aufkommen von Individualverkehr im ländlichen Raum deutlich zu mindern, heißt es. Unter Einbindung moderner Kommunikationstechnologie und mit modernen Transportsystemen soll das möglich sein. Bisher müssen sich Dorfläden in ihrer Sortimentswahl auf die unbedingt notwendigen, von allen gleichmäßig nachgefragten Waren konzentrieren und haben für spezielle Wünsche keine Kapazitäten. Die Aufgabe ist also, Waren aus dem Zentrum bedarfsgerecht in die Dörfer zu transportieren, ohne dass dieser Transport mit den Privatfahrzeugen der Käufer bewerkstelligt wird. Dabei werden die Waren online bestellt, bezahlt und in der Stadt in genormte Boxen verpackt sowie mit einem Etikett mit Zielort und QR-Code versiegelt. Jede Box löst eine Route aus, ähnlich einer Fahrtanfrage beim Rufbus. Ein Routenalgorithmus kombiniert die bestellten Boxen und Ziele. Das Fahrzeug fährt nacheinander die Dorfläden an und lädt jeweils die entsprechenden Container aus. Die Kunden werden per SMS benachrichtigt.

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