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Dorfstraße bleibt über acht Monate gesperrt

In Schlegel erneuert der Kreis demnächst eine Brücke. Dafür müssen Kraftfahrer und Anwohner Einschränkungen hinnehmen.

© Matthias Weber

Von Rolf Hill

Schlegel. Der Saal im Dorfgemeinschaftshaus ist gut gefüllt. Die Schlegler sind interessiert daran, was die Vertreter des Landkreises und der Baufirmen über das geplante Bauvorhaben im Niederdorf zu berichten haben. Die Brücke über den Kemlitzbach soll erneuert werden. Auf Nachfrage von Schlegels Ortsbürgermeister Frank Sieber (CDU), ob die jetzige Bogenbrücke wieder als solche errichtet wird, erklärt Christin Drewniok vom Ingenieurbüro Giehler aus Oderwitz, dass es aus Kostengründen nur eine „einfache“ Brücke sein werde.

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Eigentlich wollte der Landkreis die Schlegler Brücke bereits im vergangenen Jahr sanieren, doch bei der ersten Ausschreibung hatte sich keine Baufirma gemeldet. Nach dem zweiten Anlauf im Herbst konnte der Auftrag dann vergeben werden. Und so beginnt der Bau erst jetzt. Ab 19. März bleibt deshalb die Schlegler Dorfstraße in Höhe des Abzweiges nach Dittelsdorf voll gesperrt. Über acht Monate bis Ende November soll die Vollsperrung andauern. In dieser Zeit wird nicht nur die Brücke saniert, sondern auch die Stützmauer bis zum Lindenweg erneuert, die Straße ausgebaut und eine neue Trinkwasserleitung verlegt. Im Vorjahr ist bereits die Trinkwasserleitung auf dem Talweg erneuert worden, nun wird das Anschlussstück gemacht. Aufgrund des Baus der Trinkwasserleitung, der als erster erfolgt, bleibt ab dem 19. März für gut vier Wochen auch die Verbindungsstraße zwischen Schlegel und Dittelsdorf ab Talweg voll gesperrt, wie die Stadtverwaltung Zittau mitteilt.

Der allgemeine Verkehr wird über den Schlegler Berg nach Dittelsdorf und weiter auf die Bundesstraße 99 umgeleitet. Für den öffentlichen Personennahverkehr sowie Schulbusse erfolgt eine gesonderte Umleitung über die Plattenstraße. In Höhe der Firma Engler wird dafür eine provisorische Bushaltestelle eingerichtet, wie Frau Drewniok weiter erklärt.

Auf Unverständnis stößt die Tatsache, dass im Zuge der Baumaßnahme kein Gehweg mit errichtet wird. Laut Frank Sieber sei diese Frage mit der Stadt abgewogen worden und man habe sich gegen einen Gehweg entschieden, da ihn keiner pflegen oder im Winter Schnee schieben könne. „Dass wegen solcher Gründe kein Gehweg gebaut wird, kann nicht sein“, meint der Schlegler Harry Fleig. (SZ/jl)