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Dr.-Kahlbaum-Allee wird Ende der Woche fertig

Fünf Baustellen prägen zurzeit das Bild in Görlitz. Eine kommt ohne Sperrungen aus.

© nikolaischmidt.de

Von Ingo Kramer

Geschafft! Mit der Freigabe des Demianiplatzes am Freitag hat sich die Verkehrssituation in Görlitz wieder etwas entspannt. Noch aber gibt es – neben diversen kleinen Aufgrabungen – fünf große Straßenbaustellen, die für Behinderungen sorgen. Die SZ erläutert den Stand der Dinge.

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Dr.-Kahlbaum-Allee: Nur diese Woche ist alles komplett gesperrt

Die Stadt gestaltet die Dr.-Kahlbaum-Allee mit europäischen Fördermitteln um. Dabei wird die Straße schmaler, Parkplätze entstehen auf beiden Straßenseiten, an einer Seite werden neue Bäume gepflanzt, die Fußgängerampel muss einem Fußgängerüberweg weichen. „Vorige Woche haben Arbeiter die Fahrbahnoberfläche abgefräst“, sagt Svend Schmoll, Leiter Straßen- und Tiefbau bei der Stadt. Seit Sonnabend und noch bis Freitag dieser Woche ist die Dr.-Kahlbaum-Allee zwischen der Straße Am Stadtpark und der Querstraße für den Asphalteinbau voll gesperrt. Die Umleitung führt in beiden Richtungen über die James-von-Moltke-Straße. „Für die Bauphase haben wir die Ampel an der Schützenstraße/ Ecke Mühlweg umprogrammiert, um einen günstigeren Verkehrsablauf zu erreichen“, sagt Schmoll. Parallel zu den Asphaltarbeiten geht die Gehwegerneuerung auf der Westseite weiter, also auf der Mühlweg-Seite. Letzteres kann bis Mitte November dauern. Der Fußweg auf der Hochschul-Seite ist von den Bauarbeiten nicht betroffen, er bleibt unangetastet.

Deutlich komplizierter wird das Ganze, weil hier zwei verschiedene Baufirmen arbeiten. Die eine hat die Ausschreibung für den mit europäischen Geldern finanzierten Abschnitt zwischen der Straße Am Stadtpark und der Brückenstraße gewonnen, die andere die Ausschreibung für den Anschlussabschnitt zwischen Brücken- und Querstraße, wo Decklage und Gullys gewechselt werden. Der zweite Teil ist unbedingt nötig, um einen vernünftigen Anschluss herzustellen, doch hier greifen die EU-Gelder nicht. „Wir müssen jetzt alles so koordinieren, dass die Arbeiten Hand in Hand laufen“, sagt Schmoll. Das sei wichtig, damit nicht die eine Firma in der einen Woche asphaltiert und die andere eine Woche später. Dann bliebe die Straße länger voll gesperrt. Schmoll blickt schon weiter in die Zukunft: Im kommenden Jahr würde die Stadt gern den folgenden Abschnitt, zwischen Quer- und Blockhausstraße, mit einer neuen Deckschicht versehen.

Postplatz: Derzeit werden die Fußwege gebaut, der Asphalt kommt später

Die Großbaustelle Postplatz liegt im Zeitplan. Die Arbeiten der Stadtwerke beim Austausch von Leitungen sind abgeschlossen, alle Borde gesetzt, die Tragschicht der Straße eingebaut. „Aktuell werden die Gehwege und Parkflächen gepflastert“, so Schmoll. Wenn das erledigt ist, soll die Fahrbahn zwischen Jakob- und bis Schützenstraße in der zweiten Oktoberwoche asphaltiert werden. Nur die obere Schicht, die Verschleißschicht, folgt erst später. Danach ist auch die Zufahrt zum Parkhaus dran, wobei Autofahrer weiterhin in das Gebäude gelangen werden. Nur für den Asphalteinbau der Deckschicht im November oder Dezember könnte das Parkhaus möglicherweise zeitweise nicht erreichbar sein, sagt Schmoll: „Das hängt vom Bauablauf und der Technologie ab, die gegenwärtig mit dem Baubetrieb abgestimmt wird.“ Der Asphalteinbau sei aber auch vom Wetter abhängig, sodass es zu Verschiebungen kommen kann. Das angestrebte Bauende für den diesjährigen Abschnitt des Postplatzes hat sich aber nicht verändert: Es ist der 15. Dezember.

Kreisel Rauschwalde: Seit Montag wird an den Radwegen gebaut

Seit Montag laufen die Bauarbeiten am Rauschwalder Kreisverkehr. Dabei werden auf der Wiesbadener Straße, stadteinwärts, und der Reichertstraße, stadtauswärts, jeweils vor der Fußgängerquerung Radweganschlüsse auf die Straße hergestellt. In dem Zuge baut die Stadt die Querungen als Fußgängerüberwege um. Die Baustelle dauert maximal bis zum Ende der Herbstferien am 13. Oktober, wobei der Radweganschluss auf der Reichertstraße in den Herbstferien gebaut wird. „Wenn alles planmäßig läuft, soll die Bauzeit nicht ausgeschöpft werden“, sagt Schmoll. Dann könnte schon Ende nächster Woche alles geschafft sein. Schmoll rechnet mit Fahrbahneinengungen. Komplette Sperrungen soll es diesmal aber nicht geben. Kleinere Restarbeiten, etwa an den Borden, könnten bis Ende Oktober dauern.

Kröl- und Struvestraße: Beide Baustellen dauern bis Ende Oktober

Über die beiden Baustellen der Stadtwerke in der Kröl- und Struvestraße hatte die SZ unlängst berichtet. „Seither gibt es meines Wissens keinen neuen Stand“, sagt Stadtwerke-Sprecher Sascha Caron. Für den Zeitplan heißt das: Die Stadtwerke werden ihre Arbeiten in der Krölstraße voraussichtlich Ende Oktober abschließen. In der Struvestraße dauert die Pflasterruhe bis Ende Oktober, dann wird die Straße freigegeben.