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Dranbleiben zahlt sich aus

10 600 Euro hätte die Gemeinde Klingenberg wegen des Blitzeinschlags in der Kläranlage zahlen müssen. Dann fand sich eine andere Lösung.

© Egbert Kamprath

Von Anja Ehrhartsmann

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Klingenberg. Um den Schaden beheben zu können, hatte der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Klingenberg überplanmäßig mehr als 10 000 Euro bewilligt. Auf seiner jüngsten Sitzung hob der Ausschuss seinen Beschluss nun wieder einstimmig auf, denn die Gemeinde muss nun lediglich rund 515 Euro für den Einsatz eines Programmierers berappen.

Im Sommer hatte der Blitz in die Kläranlage Höckendorf eingeschlagen. Ein Überspannungsschaden war die Folge. Dabei wurde ein Bedienpanel, das zur Steuerung der Anlage notwendig ist, in Mitleidenschaft gezogen. Im Ergebnis konnten keine Störmeldungen mehr versendet werden. Und der Firma, die die Kläranlage im Auftrag der Gemeinde betreibt, war es nicht mehr möglich, aus der Ferne zuzugreifen. Daraufhin wurde ein Provisorium eingerichtet, das aber nicht voll funktionsfähig war.

Die Gemeinde musste handeln und prüfte deshalb verschiedene Möglichkeiten: entweder das Gerät reparieren zu lassen oder sich ein Neues anzuschaffen. Der Verwaltungsausschuss stimmt schließlich der kostengünstigeren Variante, dem kompletten Austausch mit Neuprogrammierung für rund 10 600 Euro zu. Die Versicherung hätte davon rund 4 500 Euro übernommen.

Aber nach der Ausschusssitzung ging die Suche nach kostengünstigeren Alternativen weiter und tatsächlich konnte ein Durchbruch erzielt werden. Da die Kläranlage zu dieser Zeit ohnehin energetisch auf Vordermann gebracht wurde, ist auch die Steuerungstechnik der Anlage verändert worden. Gezielte Anpassungen machten einen Komplettaustausch dann nicht mehr notwendig.