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Dreckecken sollen verschwinden

Die Stadt ruft zum Frühjahrsputz auf und erinnert gleichzeitig Hundehalter an ihre Pflichten.

Eine weggeworfene Verpackung auf der Elbwiese in Kötitz: Hier sieht es manchmal schlimmer aus. Ebenso im Bürgerpark. Beim großen Frühjahrsputz soll der achtlos entsorgte Müll eingesammelt werden.
Eine weggeworfene Verpackung auf der Elbwiese in Kötitz: Hier sieht es manchmal schlimmer aus. Ebenso im Bürgerpark. Beim großen Frühjahrsputz soll der achtlos entsorgte Müll eingesammelt werden. © Norbert Millauer

Coswig. In der Landschaft entsorgter Müll sieht nicht schön aus und kostet die Gebührenzahler viel Geld. Im Jahr 2017 sind im Landkreis Meißen 496 Tonnen illegale Ablagerungen zusammengekommen. Das sind zwei Kilogramm pro Einwohner. Die Kosten für die Entsorgung lagen laut Abfallbilanz bei mehr als 80.000 Euro. 

Im Frühling fällt der achtlos weggeworfene Müll besonders auf. Dreckecken mit Kippenschachteln, Bierflaschen oder Plastikmüll tauchen auch in Coswig immer wieder auf. Der Bürgerpark und auch die Elbwiesen sind Schwerpunkte, wie Maria Gruner vom Ordnungsamt sagt. Gemeinsam mit der Juco Soziale Arbeit gGmbH und dem CVJM Coswig ruft die Stadt zum großen Frühjahrsputz auf. 

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„Wir wollen Jugendliche mit ins Boot holen und für das Thema sensibilisieren“, sagt Maria Gruner. Die Aktion soll zeigen, dass es zahlreiche Leute gibt, denen es nicht egal ist, wenn Müll herumliegt. Davon gibt es in Coswig viele.

Seit etlichen Jahren organisieren der Anglerverein, der Kultur- und Heimatverein Sörnewitz und die IG Friedewald Putzaktionen. Auch der Frühjahrsputz der Stadtverwaltung könnte zur Tradition werden, wenn sich genügend daran beteiligen.

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal stellt Container zur Verfügung. Auch Müllsäcke sollen genügend da sein. Diese werden dann vom Baubetriebshof abgeholt. Die Freiwilligen müssen also nur noch Arbeitshandschuhe einpacken. Größere Müllberge mit alten Möbeln oder Autoreifen können ebenso gemeldet werden. „Die würde dann der Baubetriebshof einsammeln“, so Maria Gruner. Zum Frühjahrsputz soll nur das weggeräumt werden, was man auch tragen kann.

„Die Einsatzorte können mit uns abgesprochen werden“, so die Frau vom Ordnungsamt. Geplant ist der Frühjahrsputz für den 13. April. Treff ist um 10 Uhr zunächst vorm Rathaus. Von dort schwirren die Helfer dann aus. Und nach dem Aufräumen gegen 12 Uhr gibt es auch einen kleinen Imbiss am Rathaus. 

Wer selbst nicht mit anpacken kann, die Initiative für ein sauberes Coswig aber unterstützen will, der kann zum Beispiel einen Kuchen vorbeibringen, beim Aufbau oder der Organisation helfen, so Maria Gruner. Jede Art der Unterstützung sei gern gesehen. Interessierte sollen sich bei der Stadtverwaltung oder den beteiligten Vereinen melden.

Schöner und sauberer wäre die Stadt auch, wenn alle Hundehalter ihren Pflichten nachkommen und die Häufchen ihrer Vierbeiner wegräumen würden. Maria Gruner hat in letzter Zeit mehrfach Anrufe von Bürgern erhalten, die sich beschwert haben, dass sich der Nachbar nie bücken würde, um die Hinterlassenschaften seiner Hunde einzutüten. 

Auch wenn es schwierig ist, den Verursacher ausfindig zu machen, ist das Ordnungsamt dankbar für jeden Hinweis und geht diesen auch nach, so Maria Gruner. „Man kann die Menschen zumindest darauf ansprechen.“ Wer auf frischer Tat ertappt wird, muss außerdem mit einem Bußgeld rechnen. 

Verstöße gegen die Polizeiverordnung können mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden. Das passiert allerdings nur bei besonders schwerwiegenden Fällen. Für einen Hundehaufen sind es laut Maria Gruner ungefähr 35 Euro.

Hundetoiletten mit Tütenspendern will die Stadt keine wieder aufstellen. Die waren in den 90ern eingeführt worden. Aber die Tüten wurden ständig zweckentfremdet genutzt. Deshalb wurden sie wieder abgeschafft. Geeignete Hilfsmittel zum Einsammeln des Hundekots muss jeder selbst mitbringen und benutzen. Entsorgt werden dürfen die Tüten dann in den städtischen Mülleimern.