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Drei Demos in der Innenstadt

Die Bündnisse „Dresden für alle“ und „Dresden nazifrei“ machen wieder gegen den montäglichen Pegida-Aufmarsch mobil.

© dpa

Von Alexander Schneider

Nachdem am vergangenen Montag etwa 20 000 Menschen in Dresden demonstrierten, sind auch an diesem Montag wieder mehrere Großveranstaltungen geplant. Das asylkritische Bündnis „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida), das zuletzt mehr als 10 000 Teilnehmer mobilisierte, wird ab 18.30 Uhr in der Lingnerallee zu einem Schweigemarsch durch die Stadt aufbrechen. Die Route blieb zunächst unklar.

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Rückblick: Die Demos am 8. Dezember in Dresden

Während die asylkritische Pegida-Bewegung ihre Anhänger ab 18.30 Uhr in Dresden am Skaterpark an der Lingnerallee versammelte, hat das Bündnis "Dresden für alle" zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Zu dem geplanten Sternlauf, der an sechs verschiedenen Orten startete, kamen 9000 Teilnehmer.
Während die asylkritische Pegida-Bewegung ihre Anhänger ab 18.30 Uhr in Dresden am Skaterpark an der Lingnerallee versammelte, hat das Bündnis "Dresden für alle" zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Zu dem geplanten Sternlauf, der an sechs verschiedenen Orten startete, kamen 9000 Teilnehmer.
Auch Pegida mobilisierte erneut Tausende Menschen. Im Skaterpark versammelten sich etwa 10000 Teilnehmer zu einer Kundgebung. Es ging wie in den Vorwochen um die vermeintliche Überfremdung Deutschlands, gegen Islamismus und die deutsche Asylpolitik.
Auch Pegida mobilisierte erneut Tausende Menschen. Im Skaterpark versammelten sich etwa 10000 Teilnehmer zu einer Kundgebung. Es ging wie in den Vorwochen um die vermeintliche Überfremdung Deutschlands, gegen Islamismus und die deutsche Asylpolitik.
Bis auf zwei Zwischenfälle blieb es ruhig. Aus den Reihen der Pegida lösten sich am Ende der Kundgebung etwa 150 Teilnehmer und versuchten, sich den Gegendemonstranten auf dem Rathausplatz zu nähern. Es flog eine Rakete. Auch Böller explodierten. Mutmaßliche Böllerwerfer wurden identifiziert.
Bis auf zwei Zwischenfälle blieb es ruhig. Aus den Reihen der Pegida lösten sich am Ende der Kundgebung etwa 150 Teilnehmer und versuchten, sich den Gegendemonstranten auf dem Rathausplatz zu nähern. Es flog eine Rakete. Auch Böller explodierten. Mutmaßliche Böllerwerfer wurden identifiziert.
Den zweiten kleineren Zwischenfall gab es auf dem Gelände des Skaterparks. Dort versammelten sich die Pegida-Anhänger. TV-Moderator Tobi Schlegel verkleidete sich für einen Beitrag der Satiresendung "extra3" als Scheich. Sein Kamerateam wurde von Pegida-Anhängern angerempelt und bedrängt.
Den zweiten kleineren Zwischenfall gab es auf dem Gelände des Skaterparks. Dort versammelten sich die Pegida-Anhänger. TV-Moderator Tobi Schlegel verkleidete sich für einen Beitrag der Satiresendung "extra3" als Scheich. Sein Kamerateam wurde von Pegida-Anhängern angerempelt und bedrängt.
Die Demonstrationen wurden von einem großen Polizeiaufgebot abgesichert. Insgesamt waren 1200 Kräfte aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz.
Die Demonstrationen wurden von einem großen Polizeiaufgebot abgesichert. Insgesamt waren 1200 Kräfte aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz.
Aus sechs Richtungen starteten Teilnehmer des Sternmarsches, um gegen Pegida zu demonstrieren.
Aus sechs Richtungen starteten Teilnehmer des Sternmarsches, um gegen Pegida zu demonstrieren.
Überwiegend junge Menschen liefen mit.
Überwiegend junge Menschen liefen mit.
Die Botschaften der Pegida-Gegner.
Die Botschaften der Pegida-Gegner.
Der Sternmarsch war die erste groß angelegte Aktion der Gegner von Pegida.
Der Sternmarsch war die erste groß angelegte Aktion der Gegner von Pegida.
Die Pegida-Bewegung, die diesmal 10000 Teilnehmer versammelte, sah sich erstmals starkem öffentlichen Widerstand ausgesetzt.
Die Pegida-Bewegung, die diesmal 10000 Teilnehmer versammelte, sah sich erstmals starkem öffentlichen Widerstand ausgesetzt.

Um 18 Uhr beginnt am Theaterplatz die Kundgebung des Pegida-kritischen Bündnises „Dresden für alle“, das am vergangenen Montag einen Sternmarsch mit 9 000 Teilnehmern durchgeführt hatte.

Bereits gegen 16.30 Uhr startet das Bündnis „Dresden nazifrei“ am Bahnhof Neustadt zu einer Demonstration hinüber in die Altstadt. Es wird unter anderem von den Bundesvorsitzenden der Grünen, Simone Peter und Cem Özdemir, angeführt. Die Route führt über die Augustusbrücke zum Theaterplatz, wo die Grünen-Politiker an der dortigen Kundgebung teilnehmen. Das Bündnis will dann weiter Richtung Lingnerallee laufen, um in Sicht- und Hörweite gegen Pegida zu demonstrieren.

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