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Riesa

Drei Gemeinden fusionieren

Riesa, Großenhain und Wermsdorf sind am Sonntag zusammengegangen – zumindest bei den Katholiken.

Bischof Heinrich Timmerevers leitete den Zusammenschluss der Kirchgemeinden Riesa, Großenhain und Wermsdorf. 450 Gläubige feierten am Sonntag in Riesa mit. Der Gottesdienst wurde deshalb per Videoleinwand auch in den Pfarrsaal übertragen.
Bischof Heinrich Timmerevers leitete den Zusammenschluss der Kirchgemeinden Riesa, Großenhain und Wermsdorf. 450 Gläubige feierten am Sonntag in Riesa mit. Der Gottesdienst wurde deshalb per Videoleinwand auch in den Pfarrsaal übertragen. © C. Scharf

Riesa. Was die Fusion von Gemeinden angeht, ist die katholische Kirche einen Schritt voraus: Am Sonntag wurde in Riesa nach jahrelanger Vorbereitung eine neue Pfarrgemeinde gegründet, in der die bisherigen Gemeinden Riesa, Großenhain und Wermsdorf aufgehen. 

„Die riesige Fläche wird sicher eine Herausforderung“, sagt Bischof Heinrich Timmerevers. Aber er vertraue darauf, dass die Gläubigen vor Ort das bewältigen. Die neue Großgemeinde ist die flächenmäßig zweitgrößte im Bistum Dresden-Meißen, das fast ganz Sachsen und Teile Thüringens umfasst. Der neuen Pfarrei St. Barbara gehören rund 3.300 Katholiken an, das Gebiet misst einen Durchmesser von 90 Kilometern. Die Zahl der geistlichen Mitarbeiter – zwei Pfarrer und ein Gemeindeassistent – soll vorerst gleich bleiben.

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