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Bischofswerda

Drei Gründe für einen Besuch in Rammenau

Das Barockschloss kann man nicht nur am Tag des offenen Denkmals besichtigen. Doch zu diesem Termin lohnt sich ein Ausflug dorthin ganz besonders.

Werke der Künstlerin Doreen Marie Schöngart sind ab Sonntag bis zum 24. November in Rammenau zu sehen. Viele Bilder der Schmöllnerin entstehen in der Oberlausitz und auf Wanderungen in Nordböhmen.
Werke der Künstlerin Doreen Marie Schöngart sind ab Sonntag bis zum 24. November in Rammenau zu sehen. Viele Bilder der Schmöllnerin entstehen in der Oberlausitz und auf Wanderungen in Nordböhmen. © Archivfoto: Rocci Klein

Rammenau. Zum Tag des offenen Denkmals am 8. September darf natürlich Sachsens schönste Landbarockanlage in Rammenau nicht fehlen. Das Team um Schlossleiterin Ines Eschler wartet mit mehreren besonderen Angeboten auf.

Kostenfreie Führungen durch die Schlossanlage

Vater, Mutter und Kinder

sind eine wunderbare Kombination. Sie kann viel Spaß machen, aber auch Arbeit und Ärger. Tipps, Tricks und Themen zu allem, was mit Familie und Erziehung zu tun hat, gibts in einer besonderen Themenwelt von sächsische.de.

Wer die Landbarockanlage und ihre 300 Jahre alte Geschichte näher kennenlernen möchte, dem empfehlen sich die Führungen um 11 und 14 Uhr. Gemeinsam geht es mit der Kammerzofe durch den Wirtschaftshof über den Ehrenhof in die herrschaftlichen Räume des Schlosses. Treffpunkt für die Führung ist die Schlosstreppe. Teilnehmer müssen an diesem Tag nur den Eintritt in die Schlossanlage zahlen, die Führung selbst ist kostenfrei. Nach dem Rundgang kann man im Schlossrestaurant zu Mittag essen oder Kaffee trinken.

Schmöllner Malerin zeigt im Kavaliershaus ihre Arbeiten

Auch in diesem Jahr wird zum Tag des offenen Denkmals eine neue Sonderausstellung im Kavaliershaus eröffnet. Doreen Marie Schöngart aus Schmölln zeigt unter dem Titel „Der Wind, das Licht und ich“ farbenfrohe Gemälde. 1973 in Räckelwitz geboren und in Neustadt/Sachsen aufgewachsen, erlernte Doreen Marie Schöngart drei artfremde Berufe, die sie auch bis 2015 ausübte, bis sie die Malerei zu ihrem Beruf machte. Sie stellte schon wiederholt in der Region aus, darunter im Jahr 2018 in der Carl-Lohse-Galerie Bischofswerda. In Rammenau zeigt sie einen Querschnitt ihrer seit 2013 entstandenen Werke in Acryl und Pastell. Anfangs begann sie die nähere und ihr vertraute Umgebung in Farbe zu bannen, zum Beispiel ihren Lieblingsplatz hinterm Haus – so entstand das Gemälde mit dem Namen „Tempel“, einer Baumgruppe in Schmölln. „Herausfordernd für die Entstehung meiner Bilder ist die Kraft des Lichtes in der Natur; die sich ständig farblich ändernde Materie im Verlaufe von Tages-und Jahreszeiten“, sagt die Künstlerin. Ein Großteil ihrer Werke wird durch die böhmische Landschaft geprägt, deren Seele sie besonders fasziniert. Zur Vernissage der Ausstellung am Sonntag um 15 Uhr wird es neben persönlichen Worten der Künstlerin auch einen musikalischen Beitrag geben. Die Sonderausstellung wird dann bis zum 24. November im Kavaliershaus zu sehen sein. Die Teilnahme an der Vernissage ist für Besucher kostenfrei.

Junge Künstler musizieren auf historischen Instrumenten

Nach der Sommerpause starten am 8. September wieder die Konzerte im Spiegelsaal des Schlosses. Den Auftakt gibt die junge, auf historischen Instrumenten musizierende Kammermusikformation „Accorda“. In ihrem Konzertprogramm werden Charlotte Kohl und Richard Röbel virtuose Sonaten für Violine und Cembalo von Vivaldi, Veracini, Graun und Valentini spielen. Der Höhepunkt des Abends wird eine anonyme Sonate sein, die seit 300 Jahren im Schrank II der Dresdner Hofkirche schlummerte und die vor Kurzem bei Recherchen zur Fürstenhochzeit zwischen dem Sohn August des Starken mit der österreichischen Kaisertochter wiederentdeckt wurden. Karten für das Konzert kosten 25 Euro. Vorab kann im Schlossrestaurant eine kleine leichte Vesper inklusive einem Glas Wein für 12 Euro hinzugebucht werden. (SZ)

Reservierungen unter  Telefon 03594 703559 oder
E-Mail: [email protected]
www.barockschloss-rammenau.com