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Drei oder vier Spuren?

Die B178 gilt als Verkehrsader der Oberlausitz. Seit Jahren wird die Straße, die von Polen über Löbau zur A4 führen soll, ausgebaut. Nun drohen weitere Verzögerungen.

© SZ/Uwe Soeder

Dresden/Löbau. Der Ausbau der Bundesstraße 178 zwischen Löbau und der A4 bei Weißenberg (Landkreis Görlitz) steht weiter auf dem Prüfstand. Derzeit werde nach unabhängigen Fachleuten gesucht, teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage mit. Die sollen die zwischenzeitlich reduzierte Verkehrsprognose und die ursprünglich geplante vierspurige Ausbauvariante neu beurteilen. Im Sommer sollen die Ergebnisse vorliegen. „Damit ist die vierspurige Variante noch nicht vom Tisch“, erklärte eine Sprecherin. Ende Januar hatte das Wirtschaftsministerium mitgeteilt, dass aufgrund einer veränderten Verkehrsprognose das letzte Teilstück schmaler als geplant ausfallen müsse. Das hatte zu heftigen Protesten in der Region geführt.

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Wirtschaft fordert vier Spuren

Unternehmen und Bewohner der Region verlangen einen raschen vierspurigen Ausbau. „Es darf keine weiteren Verzögerungen geben. Die Fertigstellung der B178 ist lebenswichtig für die Wirtschaft und damit die Menschen unserer Region“, sagte Wilfried Rosenberg vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft Oberlausitz. Vor allem die Befürchtung, dass mit einer Neuplanung die Fertigstellung der B178 wieder in weite Ferne rückt, brachte Lausitzer Bürgervertreter Anfang März zu Gesprächen in das Ministerium.

Jüngste Prognosen gehen von einem sinkenden Verkehrsaufkommen bis 2025 aus. Statt wie bisher 17 500 Autos sollen demnach nur noch 12 500 Autos pro Tag auf der fertiggestellten Straße unterwegs sein. Dementsprechend müsse die vierspurige Variante auf drei Spuren reduziert werden, damit die Planungen später vor Gericht Bestand hätten, hieß es im Ministerium. Zudem wurde eine mögliche Verlegung der geplanten Trasse in Richtung Westen diskutiert.

Bereits 2003 war im Bundesverkehrswegeplan beschlossen worden, die Bundesstraße 178 zwischen Zittau und der A4 neu zu bauen und mit dem polnischen und tschechischen Straßennetz zu verbinden. Die ursprünglich für 2008 geplante Fertigstellung verzögerte sich jedoch immer wieder. Aktuell sind sechs von insgesamt acht Bauabschnitten fertiggestellt. (dpa)

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