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Drei Pfarreien werden zu einer

© Symbolfoto: dpa

Am 26. Mai 2019 soll eine neue katholische Pfarrei für Kamenz, Radeberg und Bischofswerda stehen. Noch gibt es einiges zu klären auf dem Weg dorthin.

Von Frank Oehl

Kamenz/Bischofswerda. Der Fusionsprozess schreitet nun auch ganz augenscheinlich voran: Zum ersten Mal haben sich die römisch-katholischen Gemeinden St. Benno Bischofswerda, St. Maria Magdalena Kamenz und St. Laurentius Radeberg auf einen gemeinsamen Pfarrbrief geeinigt. Der Erste für Juli ist in einer recht mutigen Auflage von 1000 Stück erschienen. Er überzeugt mit Glanzpapier, durchgängigem Vierfarbdruck und einer klaren, übersichtlichen Optik. Alle drei Pfarreien finden Platz, um auf ihre speziellen Höhepunkte hinzuweisen.

Der neue Pfarrbrief, der 50 Cent kostet, ist auch ein Art Wechsel auf die Zukunft. Immerhin rückt der Tag näher, an dem die drei Pfarreien zu einer verschmelzen werden. Es ist der 26. Mai 2019. An besagtem Sonntag wird Bischof Heinrich Timmerevers mit den Gläubigen die Neugründung feiern. Wo, steht natürlich noch nicht fest. Immerhin müssen sich die Katholiken der Region noch auf den Sitz und das Patronat, also den Namen der neuen Pfarrei einigen. Das ist kein einfacher Klärungsprozess, wie sich denken lässt.

Das personelle Grundgerüst steht. Verantwortlicher Pfarrer für alle drei Gemeinden wird mit Dr. Johannes Müller kein Pfarrer im engeren Sinn, sondern ein Ordensbruder der Zisterzienser sein. Pater Johannes zur Seite stehen als Pfarrvikare die Pfarrer Christoph Eichler und Dariusz Frydrych sowie als Gemeindereferenten Elisabeth Lukasch und René Prochotta. Außerdem werden noch zwei Pfarrer im Ruhestand das Seelsorger-Team verstärken – Peter Opitz aus Heidenau und Kurt Ludwig aus Königbrück.

Viele Details des Fusionsprozesses obliegen nun einer Steuerungsgruppe. Ihr gehören neben den Pfarrern und Referenten noch Claudia Lakner, Norman Reiter und Detlev Römer (alle Pfarrei Bischofswerda), Matthias Bosch, Volkmar Kühnert und Regina Preuß (Pfarrei Kamenz) sowie Steffen Baron, Dr. Paul Panglisch und Harry Vahle (Pfarrei Radeberg) an. Seitens des Bistums Dresden-Meißen ist Matthias Mader als Berater dabei. Betroffen von der Fusion sind 4300 Katholiken – 1900 in Kamenz und jeweils 1200 in Bischofswerda und Radeberg.