Update Sachsen
Merken

Noch mehr Autos brennen in Leipzig

Zwei Autos des Ordnungsamtes gehen in Flammen auf, ein weiteres wird beschädigt. Kurz danach brenne Autos am Hauptbahnhof. Das LKA ermittelt.

 2 Min.
Teilen
Folgen
Drei von einem Feuer beschädigte Dienstfahrzeuge der Polizei Leipzig stehen auf dem Dienstgelände im Stadtteil Leutzsch.
Drei von einem Feuer beschädigte Dienstfahrzeuge der Polizei Leipzig stehen auf dem Dienstgelände im Stadtteil Leutzsch. © -/TeleNewsNetwork GmbH & Co. KG/dpa

Leipzig. Nach dem Brand dreier Autos auf einem Dienstgelände der Leipziger Polizei haben in der Stadt weitere Wagen gebrannt. Ein Unbekannter habe am Sonntagabend ein Auto auf einem Anwohnerparkplatz westlich des Hauptbahnhofes in Brand gesteckt, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Das Feuer breitete sich auf ein daneben stehendes Auto aus. Die Wagen brannten gegen 23.15 Uhr, wie der Sprecher sagte. Verletzt wurde niemand, das Feuer konnte schnell gelöscht werden.

Kurz zuvor hatten am Sonntagabend auf einem Dienstgelände der Polizei etwa fünf Kilometer entfernt drei Autos gebrannt, teilte das sächsische Landeskriminalamt am Montag mit. Laut der Behörde waren im Stadtteil Leutzsch zwei Autos in Flammen aufgegangen, die mit der Aufschrift "Polizeibehörde" beklebt waren und vom Ordnungsamt genutzt wurden. Ein drittes Fahrzeug sowie ein Funkmast wurden durch den Brand ebenfalls beschädigt.

Wie ein Sprecher der LKA am Montagmorgen sagte, sei es inzwischen erwiesen, dass die unbekannten Täter ein Loch in einen Zaun geschnitten hatten und dadurch auf das Gelände gelangt waren. Dann steckten sie die zwei Autos auf zunächst unbekannte Weise in Brand. Die Flammen griffen auf ein weiteres Fahrzeug sowie einen Funkmast über. Dieser sei nach wie vor funktionstüchtig, so der Sprecher. Verletzt wurde durch das Feuer niemand, jedoch entstand ein Schaden, den das LKA im hohen fünfstelligen Bereich verortet.

Das Polizeiliche Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum (PTAZ) Sachsen, konkret die Soko LinX, hat die Ermittlungen übernommen. Ein politischer Hintergrund der Tat liege nahe, da "vergleichbare Tathandlungen auf eine politische Motivation aus dem linken Spektrum hinwiesen", teilte das LKA mit. Noch in der Nacht wurde mit einem Hubschrauber gefahndet. Das blieb jedoch ergebnislos.

Ein Bekennerschreiben ist der Behörde bisher nicht bekannt. Ebenso wenig gebe es Hinweise auf die mutmaßlichen Täter oder deren Anzahl, sagte der LKA-Sprecher. (dpa)