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Drei Riesaer Kneipen durchsucht

18 Einsatzkräfte von Polizei, Ordnungsamt und Landratsamt nehmen abends drei Bars unter die Lupe. Dabei finden sie auch ein sechsjähriges Kind.

© Uwe Zucchi/dpa

Von Christoph Scharf

Riesa. Mit einem Großaufgebot sind die Behörden jetzt in drei Riesaer Gastronomie-Betriebe eingerückt: Am Mittwochabend zwischen 20 Uhr und Mitternacht nahmen sie nach SZ-Informationen die Bar Casablanca, die Shisha-Bar 1001 Nacht und die Shisha-Bar an der Berliner Straße unter die Lupe. Dabei ging es offiziell um Jugendschutzkontrollen – so die Überschrift im Polizeibericht. Tatsächlich werden ähnliche Durchsuchungen aber oft zum Anlass genommen, um auch nach Drogenverstößen Ausschau halten zu können.

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Obwohl nach SZ-Informationen auch ein Diensthund im Einsatz war, wurden in den drei Objekten allerdings keine Drogen gefunden. Dafür stellten die insgesamt 18 Einsatzkräfte von Polizeirevier, Kreis-Jugendamt und städtischem Ordnungsamt mehrere Verstöße gegen den Jugend- und Brandschutz fest.

So wurde etwa in einer Bar abends nach 20 Uhr ein sechsjähriges Kind festgestellt. Raucher- und Nichtraucherbereich waren dort nicht hinreichend voneinander abgetrennt – allerdings wurde ohnehin auch im Nichtraucherbereich geraucht. Ein Fluchtweg war versperrt, die Fluchtwegbeleuchtung mangelhaft. In einer anderen Bar hielten sich zwei Jugendliche auf, obwohl sie erst ab 18 Jahren betreten werden darf. Auch dort war der Fluchtweg verstellt. In einer dritten Bar war die Prüffrist des Feuerlöschers abgelaufen.

Zwei der drei Bars werden nach SZ-Informationen jetzt noch Ärger mit dem Zoll bekommen: Bei ihnen wurden offene Tabakverpackungen festgestellt. Das könnte womöglich darauf hindeuten, dass der lose Tabak nicht ordnungsgemäß versteuert wurde. Entsprechende Untersuchungen folgen. Insgesamt wurden bei den Durchsuchungen vierzig Personen kontrolliert.