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Familie und Kinder

Neue Empfehlung für Säuglingsimpfung

Säuglinge haben in ihren ersten Lebensmonaten viele Impftermine. Einer soll nach Empfehlungen der zuständigen Expertenkommission künftig entfallen.

Die Anzahl der Impfdosen für Säuglinge wurden reduziert.
Die Anzahl der Impfdosen für Säuglinge wurden reduziert. © AdobeStock/Pixel-Shot (Symbolfoto)

Säuglinge sollen die Sechsfachimpfung gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B, Polio und Hib-Bakterien künftig in drei Dosen bekommen, nicht mehr in vier. Das empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts (RKI). 

Die Grundimmunisierung gegen diese Erreger soll künftig durch Impfungen im zweiten, vierten und elften Lebensmonat erfolgen - die bisher vorgesehene Impfdosis im Alter von drei Monaten entfalle, wie das RKI mitteilte. 

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Nur Frühgeborene, die vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen, sollten aufgrund ihres noch nicht ausgereiften Immunsystems weiterhin nach dem alten 3+1-Schema geimpft werden, hieß es.

Impfplan soll vereinfacht werden

Das Ziel hinter der Maßnahme: Laut Stiko soll es den Impfplan vereinfachen und Eltern sowie Säugling einen zusätzlichen Arzttermin ersparen - das wiederum soll es leichter machen, die Sechsfachimpfung vollständig und zeitgerecht umzusetzen, so das RKI. Die verfügbaren Impfstoffe seien für beide Schemata zugelassen.

Bei dem neu empfohlenen Schema mit nur noch drei Impfdosen sei es besonders wichtig, dass die erste Impfung frühzeitig im Alter von acht Wochen gegeben werde - und die anderen entsprechend zu den empfohlenen Zeitpunkten im Alter von vier und elf Monaten. 

Halbes Jahr zwischen zweiter und dritter Dosis

Damit der Langzeitschutz zuverlässig sei, müsse zwischen der zweiten und dritten Dosis mindestens ein halbes Jahr liegen. Idealerweise ist die Grundimmunisierung vor dem ersten Geburtstag abgeschlossen. Kommt das Kind früh in die Kita, sei es dann schon geschützt. (dpa/tmn)

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